Sachverständigenrat regt Reformen im Euro-Raum an

28.07.2015/EG aus dem Sachverständigenrat, Wiesbaden

Sachverständigenrat legt der Bundesregierung das Sondergutachten ‚Konsequenzen aus der Griechenland-Krise für einen stabileren Euro-Raum‘ vor – Ratsmitglied Prof. Dr. Peter Bofinger kann sich dem Tenor dieses Sondergutachtens nicht anschließen und legt daher ein Minderheitsvotum vor.

Der Zusammenhalt des gemeinsamen Währungsraums schien angesichts des deutlichen Rückgangs der Zinsaufschläge seit Sommer 2012 gesichert. Doch der seit Jahresbeginn andauernde Konflikt zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe hat erneut an den Grundfesten der europäischen Währungsunion gerüttelt. Zwar münden diese Entwicklungen nach aktuellem Sachstand in Verhandlungen für ein drittes umfangreiches Hilfspaket für Griechenland, sodass zumindest die Chance besteht, dass Griechenland die Krise innerhalb der Währungsunion überwinden kann. Dennoch stellt sich mit hoher Dringlichkeit die Frage, ob die bisherigen Reformen des institutionellen Rahmens der Währungsunion ausreichen, um auszuschließen, dass ihr Erhalt in der Zukunft durch ähnliche Entwicklungen erneut gefährdet wird. Weiterlesensachverstaendigenrat-wirtschaft.de (Prof. Bofingers Meinung lesen Sie ab Seite 42)