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Schulpsychologen machen auf Unterversorgung aufmerksam

Landshut, 13.11.2014/EG aus dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Berlin

Anlässlich des 21. Bundeskongresses für Schulpsychologie, vom 12. bis 14. November in Landshut, weist der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen auf die katastrophale Versorgung mit Schulpsychologen hin.

In Bayern versorgte im Schuljahr 2012/2013 – statistisch – jede/r Schulpsychologin/e mit Vollzeitstelle rund 7.000 Schüler und 460 Lehrkräfte. Das Bayerische Kultusministerium beschäftigte 2012/2013 gesamt 246 Schulpsychologen/innen in Vollzeit. In Niedersachsen wurden im Schuljahr 2013/2014 über 16.000 Schüler und über 1.100 Lehrkräfte von einem Schulpsychologen versorgt. Dagegen waren es Berlin im gleichen Schuljahr 5.082 Schüler und 340 Lehrkräfte für eine/n Schulpsychologin/en.

Nach einer 1973 verabschiedeten Empfehlung durch die Kultusministerkonferenz und die Bund-Länder-Kommission sollte die Mindestversorgung je 5.000 Schüler bei einem Schulpsychologen liegen.
In Niederbayern sind rund 70 Lehrkräfte in Teilzeit im Schulpsychologischen Dienst tätig.

Die Aufgaben der Schulpsychologen definiert die Staatliche Schulberatung in Bayern wie folgt:
„Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützen das Zusammenleben und die Zusammenarbeit in der Schule durch psychologische Erkenntnisse und Methoden. Sie beraten und helfen bei Lern- und Lehrproblemen, wirken mit bei der Fortbildung von Lehrern und Schulleitern und unterstützen die Weiterentwicklung der Schule. Neben der Beratung und Hilfe bei akuten und schwierigen Problemen bemühen sich die Schulpsychologen/innen auch um vorbeugende Maßnahmen sowie um die Verbesserung des Schulklimas und der gesamten Arbeit in der Schule (Prävention).“

Unter dem Kongressthema „Neue Schulwelten – Herausforderungen für die Schulpsychologie“ diskutieren über 300 Schulpsychologen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland in rund 90 Vorträgen und Veranstaltungen die aktuellen Herausforderungen in Schulen.