Beschäftigungszuwachs in fast allen bayerischen Kreisen

15.05.2018/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Im Zeitraum 2006 bis 2016 hat die Zahl der Beschäftigten in Bayern um 14,3 % an 7,4 Mio. zugenommen – Arbeitsvolumen ist im genannten Zeitraum nur um 9,6 % auf 10,1 Mrd. Stunden angewachsen

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern von 2006 bis 2016 um 14,3 Prozent auf 7,4 Millionen zu. Bis auf den Landkreis Kronach ist in allen bayerischen kreisfreien Städten und Landkreisen die Zahl der Erwerbstätigen gewachsen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete der Landkreis Erding mit 34,1 Prozent. statistik.bayern.de

Arbeitswelt: Flexibilität beziehungsweise Unsicherheit

03.05.2018/EG aus dem Blog MAKRONOM, Berlin

Tom Krebs, Wirtschaftswissenschaftler, über die Entwicklung der Unsicherheit auf dem deutschen Arbeitsmarkt

„In den 1990er Jahren ist die Unsicherheit auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt unabhängig von konjunkturellen Betrachtungen erheblich angestiegen. (…) Unsere Berechnungen zeigen, was für dramatische Konsequenzen der in der Abbildung dargestellte Anstieg der Unsicherheit für die betroffenen Menschen gehabt hat: Die gemessene Arbeitsmarktunsicherheit hat sich so stark negativ auf ihr Wohlbefinden ausgewirkt, als wären ihre durchschnittlichen Lebenseinkommen um ca. 10 Prozent gekürzt worden!“ ↗makronom.de

Zum Thema

„Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Flexibilität, soziale Sicherheit und Prekarität“ – ein Beitrag von Berndt Keller, Sozialwissenschaftler, und Hartmut Seifert, Wirtschaftswissenschaftler. boeckler.de

Wenn Eltern abends arbeiten

03.05.2018/EG aus dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

Familienunfreundliche Arbeitszeiten von Vätern und Müttern beeinträchtigen die Entwicklung ihrer Kinder

„Abend- und Nachtarbeitsstunden von Eltern haben negative Auswirkungen auf das Verhalten und die emotionale Stabilität ihrer Kinder.“ Die Sozialwissenschaftler Jianghong Li, Till Kaiser (beide WZB) und Matthias Pollmann-Schult (Universität Magdeburg) haben dazu Daten von 838 Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren ausgewertet: Eltern mit familienunfreundlichen Arbeitszeiten neigen zu mehr Strenge und negativem Kommunikationsverhalten wie Schelten oder Schreien. Der Erziehungsstil beeinflusst entscheidend das Wohlbefinden der Kinder. wzb.de

Steuer: Umsätze von Steuervermeidungs-Niederlassungen steigen

02.05.2018/EG

Direktinvestitionen in Steueroasen in Europa sind im Jahr 2016 deutlich gewachsen

Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank ist der Bestand der unmittelbaren deutschen Direktinvestitionen im Ausland im Jahr 2016 um insgesamt auf 1.094 Milliarden Euro (+ 2,2 Prozent gegenüber 2015) gestiegen. Davon wurden 601 Milliarden Euro in Länder der EU investiert. (…) Mit einer Zunahme von 14 Prozent auf 106 Milliarden Euro nutzten deutsche Investoren die exklusiven steuerlichen Vorzüge für Holdinggesellschaften in Niederlande.
„Die zuvor beschriebenen, unmittelbaren Direktinvestitionen stellen die direkten Investitionen von Kapitaleignern in anderen Ländern dar. Dabei erhalten solche Länder eine herausragende Bedeutung, in denen Anreize zur Errichtung von Holdinggesellschaften bestehen. Solche Holdinggesellschaften empfangen und leiten Gelder weiter, ohne dass sie eigenständig wirtschaftlich handeln.“ bundesbank.de

Aus dem Fachgespräch des Finanzausschusses am 25.04.2018:

Wolfgang Haas, Bundesverband der deutschen Industrie: Der zunehmende internationale Steuerwettbewerb erhöht den Druck, den Wirtschaftsstandort Deutschland international wettbewerbsfähig zu halten und Investitionen in Deutschland steuerlich zu unterstützen.“

Reimar Pinkernell, Kanzlei (Steuerrecht) Flick Gocke Schaumburg, stellte fest, dass internationale Konzerne „mit zum Teil verblüffenden Tricks“ Gewinne in Niedrigsteuerländer verlagert hätten (…). Staatliche Akteure hätten sich als „Anstifter und Gehilfen“ betätigt, wozu allerdings nicht nur die berüchtigten karibischen Steueroasen, sondern auch EU-Länder gehören würden. bundestag.de

Die Stellungnahme von Jan Strozyk, NDR-Reporter, im vorgenannten Fachgespräch lesen Sie hier bundestag.de

NDR-Dokumentation „Steuern? Tricksen wie die Großen!“ ndr.de

Tag der ‚Arbeit‘

01.05.2018/EG

Am gesetzlichen (Mai-)Feiertag erinnern Gewerkschaften – traditionell – an Arbeitsbedingungen / Wir ergänzen die Bemühungen mit Beispielen zum Wert der Arbeit:

„Im Jahr 2015 arbeiteten 22,6 % der abhängig Beschäftigten in Deutschland für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 10,22 € pro Stunde. Das entspricht knapp 7,7 Mio. Menschen. In Ostdeutschland lag der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen im Jahr 2015 sogar bei über 36 %, während der Niedriglohnanteil in Westdeutschland bei 19,7 % lag. Die Einführung und Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland entfaltet nur einen begrenzten Einfluss auf den Umfang des Niedriglohnsektors.“ sozialpolitik-aktuell.de

„Immer mehr Menschen haben einen Nebenjob. Über drei Millionen Menschen in Deutschland gehen mehr als einer Erwerbstätigkeit nach. Ihre Anzahl und ihr Anteil an allen Beschäftigten haben sich seit 2003 mehr als verdoppelt.“ iab.de

Die monatliche Entschädigung der Bundestagsabgeordneten steigt ab 01. Juli 2018 um 2,5 Prozent auf 9.780,28 Euro. Die fiktiven Bemessungsbeträge für die Altersentschädigung steigen ebenfalls um 2,5 Prozent auf 8.362,03 Euro beziehungsweise 9.357,06 Euro. bundestag.de
Um ihr Mandat ausüben zu können, erhalten die Abgeordneten eine steuerfreie Aufwandspauschale (Amtsausstattung mit Sach- und Geldleistungen für Büros, Mitarbeiter, Reisekosten) in Höhe von monatlich 4.339,97 Euro. Neben der Aufwandspauschale haben die Abgeordneten Anspruch auf ein eingerichtetes – inklusive Kommunikationsgeräte und Mobiliar – Büro am Sitz des Bundestages. Die Größe des Büros beträgt 54 Quadratmeter. Die Mobilität der Abgeordneten wird Freifahrtkarten der Bahn, Erstattung von Inlandsflügen sowie die Mitbenutzung von Dienstfahrzeuge im Stadtgebiet von Berlin ‘gesichert‘.
Auch Abgeordnete haben zusätzliches Einkommen durch Nebentätigkeiten. Diese veröffentlichungspflichtigen Angaben (auch das Abstimmungsverhalten) der Abgeordneten lesen Sie in den Biografien bundestag.de.

Jeff Bezos, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Amazon mit einem geschätzten Vermögen von über 100 Mrd. US-Dollar, verweigert seinen deutschen Mitarbeitern eine tarifliche Entlohnung verdi.de.

DAX30-Chefs (Vorsitzende) verdienten im Jahr 2017 durchschnittlich 6,2 Millionen Euro (+ 7,7 %), Vorstandsmitglieder 2,7 Mio. Euro (+ 4,9 %) kienbaum.com.

Einblicke in den Entstehungsprozess der Hartz-IV-Gesetze zdf.de.