Berufstätige Analphabeten

11.09.2017/EG aus der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

14 % der Bevölkerung im Erwerbsalter – rund 7,5 Mio. – gelten als funktionale Analphabeten

Funktionale Analphabeten können einzelne Wörter oder kurze Sätze lesen und schreiben, sind aber nicht in der Lage, zusammenhängende Texte zu verstehen oder zu verfassen. 57 Prozent der funktionalen Analphabeten sind berufstätig – oft als Hilfskräfte in körperlich anstrengenden Jobs. Allerdings wird es auch an solchen Arbeitsplätzen immer schwieriger, ohne Grundbildung auszukommen. boeckler.de

Wert der (Sozial-)Forschung

07.12.2016/EG aus dem Blog ’Aktuelle Sozialpolitik‘, Remagen

Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell kritisiert das ‘Förderprogramm‘ für Beratungsunternehmen

„Es wurde eingangs erwähnt, dass die Kosten dieser sogenannten ‘Studie‘ mit 1,8 Millionen Euro angegeben werden. Um einen Vergleich herzustellen: Vor kurzem hat sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) nach längerem Drängen der Fachöffentlichkeit dazu durchgerungen, angesichts der mittlerweile völlig ausgedünnten Sozialpolitikforschung und der an den Hochschulen vor dem Ausbluten stehenden eigenständigen Sozialpolitiklehre ein Förderprogramm einzurichten …“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

Soziale Herkunft unterscheidet Kommunikation

16.11.2016/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW-Studie: Art der Nutzung von IT und Kommunikationstechniken hängt von Einkommen und Bildung ab

Während vor 15 Jahren Jugendliche aus Haushalten mit geringem Einkommen und geringer Bildung seltener Zugang zu privaten PCs und zum Internet hatten, ist dies heute für nahezu alle 17-Jährigen im Land gewährleistet. „Haushaltseinkommen, Bildungsgrad der Eltern oder Migrationshintergrund machen heutzutage so gut wie keinen Unterschied mehr, wenn es darum geht, wer Zugang zum Internet hat“, so Studien-Autorin Sandra Bohmann. „Was sich allerdings entlang bestimmter sozio-demographischer Merkmale unterscheidet, ist die Art und Weise, wie die jungen Menschen die IT- und Kommunikationstechnologien nutzen“, so Bohmann weiter. So geht ein geringes Haushaltseinkommen mit einer stärkeren Nutzung des Internets einher. Jugendliche aus Haushalten mit einem hohen sozialen Status beschäftigen sich dagegen weniger mit IT- und Kommunikationstechnologien und verbringen mehr Zeit mit anderen Beschäftigungen als Gleichaltrige aus Haushalten mit niedrigerem Status. diw.de