Buchtipp: Bittere Orangen

16.02.2018/EG

Gilles Reckinger: Bittere Orangen
Ein neues Gesicht der Sklaverei in Europa

Sachbuch (Flüchtlinge, Gesellschaft, Konsum, Wirtschaft)

Auf Lampedusa hat man sie an Land gehen sehen, erschöpft und traumatisiert von der Flucht. Viele der Menschen aus afrikanischen Ländern, die ihre Hoffnung auf ein freies Leben in Europa gesetzt hatten, sind nie aus Italien herausgekommen. Sie stecken fest in einer neuen Sackgasse: den süditalienischen Orangenplantagen. Während ihrer Asylverfahren stehen Geflüchtete in Italien ohne Papiere und ohne Rechte buchstäblich auf der Straße. Die nahen Plantagen sind oft ihre einzige Chance auf einen Job. Offen verachtet von der Bevölkerung, untergebracht in Slums und fern jeder medizinischer Versorgung pflücken sie 12 Stunden am Tag Orangen. Für 150 Euro im Monat – sofern sie das Glück haben, morgens auf dem „Arbeitsstrich“ aufgelesen zu werden. Weiterlesen

Buchtipp: Übel, böse und gemein

09.02.2018/EG

Christoph Papke: Übel, böse und gemein
Wollen Sie arbeitslos sein? Ich nicht!
Ein satirischer Roman von einem erfahrenen Jobcoach

Roman (Arbeitslosigkeit, Gesellschaft)

Arbeitslos kann jeder werden. Aber nicht jeder kann auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Vermittlungsfachkräfte und andere werden das zu verhindern wissen.

Übel, böse und gemein wird mit Robert Rasch umgegangen, seit er arbeitslos geworden ist. Nicht nur sein Schwiegervater und die Nachbarschaft, auch die Fachkräfte der Arbeitsagentur und des Jobcenters behandeln Robert wie einen Versager und Sünder, der selbst schuld ist an seiner Arbeitslosigkeit.

Mit unerschütterlichem Optimismus und dem Mut der Verzweiflung setzt Robert alle Hebel in Bewegung, um wieder in ein Beschäftigungsverhältnis einzumünden. Seine Eigenbemühungen werden jedoch immer wieder systematisch unterwandert.

Wer sich vorsorglich schon mal auf seine Arbeitslosigkeit und deren mögliche Folgen vorbereiten möchte, erhält mit diesem satirischen Roman einen realistischen Einblick in die gängige Praxis der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Umgang mit ihren Kunden. Weiterlesen

Buchtipp: Wie ich meine Tochter durchs Abitur brachte

02.02.2018/EG

Thomas Kausch: Wie ich meine Tochter durchs Abitur brachte

Erzählung (Familie, Erziehung)

Die sagenhaften Unwägbarkeiten des Erziehungsalltags: Thomas Kausch erzählt witzig und selbstironisch, mit welchen Tricks, Finten und (manchmal sogar) Notlügen er den eigenen Nachwuchs durchs Abitur gebracht hat.
Wie er sich im Kindergarten hauptsächlich mit den Läusen auf dem Kopf seiner Tochter herumschlagen musste, die sie sich aber immerhin vom Sohn eines Regierungssprechers geholt hatte. Wie er schon in der Grundschule als Elternsprecher mit mehr oder weniger großem Erfolg um die Noten seiner Tochter pokerte und am Ende der Schullaufbahn mit dem Abitur auch er eine große Prüfung zu bestehen hatte.
Für alle Eltern, die nur noch mit Humor durch den Erziehungsalltag kommen. Weiterlesen

Buchtipp: Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford

26.01.2018/EG

James McBride: Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford

Historischer Roman (Rassismus, USA)

Kansas im Jahre 1857: Hier, im Mittleren Westen der USA, lebt der junge Sklave Henry Shackleford. Hier tobt auch der Krieg zwischen überzeugten Sklavenhaltern und bibeltreuen Abolitionisten besonders wüst. John Brown ist einer derjenigen, die beseelt davon sind, Gottes Willen durchzusetzen und die Schwarzen in die Freiheit zu führen. Als er zufällig in einer Kneipe auf Henrys grausamen Master trifft – einen weithin bekannten und berüchtigten Sklavenhalter –, kommt es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, in deren Folge beide fliehen müssen: sowohl John Brown als auch der junge Henry, der irrtümlicherweise für ein Mädchen gehalten wird und schnell begreift, dass dies seine Vorteile hat … Weiterlesen

Buchtipp: Smartphone ist ein Menschenrecht

19.01.2018/EG

Sönke Zankel: Smartphone ist ein Menschenrecht

Roman (Eltern, Kinder, Lehrer, Schule)

Seinen ersten Schultag hat sich Referendar Michael Ritter anders vorgestellt. Im Lehrerzimmer muss er am Katzentisch Platz nehmen, einen Schwall von Belehrungen über sich ergehen lassen und begreifen, dass sich die Schar der Altlehrer aus eigenwilligen Typen zusammensetzt, die keinesfalls an einem Strang ziehen. Dann macht er auch noch die Erfahrung, dass sein ganzes schönes Uni-Wissen über pädagogische Methoden in der Praxis nichts taugt und jeder Schüler mindestens »hochbegabt« ist. Und wie man mit Helicoptereltern fertig wird, hat ihm auch keiner verraten. Er gerät zwischen alle Fronten, und doch denkt er nicht ans Aufgeben. Weiterlesen