Statistik: In Bayern verdient jeder Vollzeitbeschäftigte 4.000 Euro brutto – durchschnittlich

19.06.2018/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Vollzeitbeschäftigte in der Automobilindustrie verdienten im ersten Quartal 2018 monatlich 5.228 Euro brutto ohne Sonderzahlungen – durchschnittlich

„Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im ersten Quartal 2018 in Bayern monatlich im Durchschnitt 3.999 Euro (ohne Sonderzahlungen). Zwischen einzelnen Wirtschaftsbereichen bestanden teilweise deutliche Unterschiede. So verdienten Vollzeitbeschäftigte beispielsweise im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen durchschnittlich 5.422 Euro, wohingegen der Bruttoverdienst im Gastgewerbe bei 2.465 Euro lag.“ statistik.bayern.de

Genauere Angaben zu den Verdiensten und Arbeitszeiten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Bayern lesen Sie hier statistik.bayern.de

Europäische Kommission: Deutschland besteuert Geringverdiener zu hoch

24.05.2018/EG aus der Europäischen Kommission, Brüssel

Europäische Kommission legt Reformempfehlungen für Mitgliedstaaten vor

Deutschland sollte mehr in Bildung, Forschung, Innovation und Breitbandinfrastruktur investieren, das Steuersystem investitionsfreundlicher machen und mehr Wettbewerb bei Dienstleistungen zulassen. In Deutschland ist die Steuerbelastung für Gering- und Zweitverdiener nach wie vor zu hoch. Die Bildungsergebnisse benachteiligter Gruppen sollten verbessert werden. Auch bemängelt die Europäische Kommission in Deutschland die Erbschafts- und Schenkungssteuer, die im großem Umfang den Reichtum einer Generation zur nächsten zu transferieren und so die hohe Ungleichheit des Reichtums ermöglicht. ec.europa.eu

Anteil der Menschen mit niedrigen Einkommen steigt

24.05.2018/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW-Studie: Im Zeitraum 1991 bis 2015 sind Einkommen der oberen 10 % um rund 30 % gestiegen, dagegen sind Einkommen der unteren 10 % gesunken

„Unterteilt man die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen nach Höhe des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuwächse erfahren – zwischen fünf Prozent für das dritte und 30 Prozent für das oberste Dezil, also die einkommensstärksten zehn Prozent. Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 rückläufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert.“ diw.de

Zum Thema

Die Bundesregierungen im Zeitraum 1991 bis 2015:

  • 1982 bis 1998: CDU/CSU und FDP
  • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
  • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
  • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
  • seit 2013: CDU/CSU und SPD

Bayern 2016: Verfügbares Einkommen je Einwohner bei 24.026 Euro

08.05.2018/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Verfügbares Einkommen in Bayern steigt von 2006 bis 2016 um rund 20 Prozent

Nach einer Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik stieg – im Zeitraum 2006 bis 2016 – das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte im Durchschnitt um 19,9 Prozent auf 24.026 Euro je Einwohner. Der vergleichbare Wert für Deutschland lag bei 21.919 Euro.

Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte gibt an, wie viel Geld für Konsumausgaben und Sparen zur Verfügung steht. Es gilt daher als besonders aussagekräftiger Indikator für den materiellen Wohlstand der Bevölkerung. Es setzt sich zusammen aus sämtlichen Erwerbs- und Vermögenseinkommen nach Abzug der direkten Steuern und Sozialbeiträge sowie aus den vielfältigen Sozialleistungen, wie zum Beispiel im Rahmen der Alters- und Hinterbliebenenversorgung (Renten und Pensionen), der Arbeitslosenversicherung, der Kranken- und Pflegeversicherung oder in Form von Sozialhilfe, Kindergeld oder Ausbildungsbeihilfen. statistik.bayern.de

Tag der ‚Arbeit‘

01.05.2018/EG

Am gesetzlichen (Mai-)Feiertag erinnern Gewerkschaften – traditionell – an Arbeitsbedingungen / Wir ergänzen die Bemühungen mit Beispielen zum Wert der Arbeit:

„Im Jahr 2015 arbeiteten 22,6 % der abhängig Beschäftigten in Deutschland für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 10,22 € pro Stunde. Das entspricht knapp 7,7 Mio. Menschen. In Ostdeutschland lag der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen im Jahr 2015 sogar bei über 36 %, während der Niedriglohnanteil in Westdeutschland bei 19,7 % lag. Die Einführung und Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland entfaltet nur einen begrenzten Einfluss auf den Umfang des Niedriglohnsektors.“ sozialpolitik-aktuell.de

„Immer mehr Menschen haben einen Nebenjob. Über drei Millionen Menschen in Deutschland gehen mehr als einer Erwerbstätigkeit nach. Ihre Anzahl und ihr Anteil an allen Beschäftigten haben sich seit 2003 mehr als verdoppelt.“ iab.de

Die monatliche Entschädigung der Bundestagsabgeordneten steigt ab 01. Juli 2018 um 2,5 Prozent auf 9.780,28 Euro. Die fiktiven Bemessungsbeträge für die Altersentschädigung steigen ebenfalls um 2,5 Prozent auf 8.362,03 Euro beziehungsweise 9.357,06 Euro. bundestag.de
Um ihr Mandat ausüben zu können, erhalten die Abgeordneten eine steuerfreie Aufwandspauschale (Amtsausstattung mit Sach- und Geldleistungen für Büros, Mitarbeiter, Reisekosten) in Höhe von monatlich 4.339,97 Euro. Neben der Aufwandspauschale haben die Abgeordneten Anspruch auf ein eingerichtetes – inklusive Kommunikationsgeräte und Mobiliar – Büro am Sitz des Bundestages. Die Größe des Büros beträgt 54 Quadratmeter. Die Mobilität der Abgeordneten wird Freifahrtkarten der Bahn, Erstattung von Inlandsflügen sowie die Mitbenutzung von Dienstfahrzeuge im Stadtgebiet von Berlin ‘gesichert‘.
Auch Abgeordnete haben zusätzliches Einkommen durch Nebentätigkeiten. Diese veröffentlichungspflichtigen Angaben (auch das Abstimmungsverhalten) der Abgeordneten lesen Sie in den Biografien bundestag.de.

Jeff Bezos, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Amazon mit einem geschätzten Vermögen von über 100 Mrd. US-Dollar, verweigert seinen deutschen Mitarbeitern eine tarifliche Entlohnung verdi.de.

DAX30-Chefs (Vorsitzende) verdienten im Jahr 2017 durchschnittlich 6,2 Millionen Euro (+ 7,7 %), Vorstandsmitglieder 2,7 Mio. Euro (+ 4,9 %) kienbaum.com.

Einblicke in den Entstehungsprozess der Hartz-IV-Gesetze zdf.de.