Subventionen für fossile Energien

05.07.2017/EG aus der NRO Greenpeace, Hamburg

Studie über den Umfang fossiler Subventionen in den G20-Ländern veröffentlicht: G20 subventionieren fossile Energien laut IMF-Schätzung mit rund 4,4 Bio. US-Dollar pro Jahr

„Politisch werden Subventionen für fossile Energien häufig damit begründet, einkommensschwache bzw. von Armut betroffene Bevölkerungsgruppen durch eine subventionierte Energieversorgung zu unterstützen. Forschungsergebnisse (vgl. dazu Belschner/Westphal 2011) zeigen jedoch, dass die meisten fossilen Subventionen regressiv wirken, d.h. vor allem wohlhabende Bevölkerungsschichten begünstigen. (…) Deutschland ist nach IMF-Berechnungen mit ca. 55 Mrd. USD der neuntgrößte Geber von Subventionen für fossile Energien nach absolutem Volumen.“

Die Studie lesen Sie hiergreenpeace.de.

Zum Thema

Derzeit sind mehr als 1.600 neue Kohlekraftwerke bzw. -kraftwerksblöcke in 62 Ländern geplant oder in der Entwicklung. Damit würde die derzeitige Kapazität von Kohlekraftwerken um mehr als 840.000 Megawatt (MW) oder rund 42,8 Prozent zunehmen. urgewald.org

Klimaschutz-Debatte: Gebildet und umweltschädlich

03.06.2017/EG aus dem Medium OXI, Berlin

Niko Paech, Umweltökonom, über neue Lebensstile, Vorbilder, Öko-HeuchlerInnen und die große Rolle der Avantgardisten

„Wenn jemand pro Woche fünf Stunden im Gemeinschaftsgarten mitarbeitet, kein Auto fährt, im Bioladen einkauft, nur fair produzierte Kleidung kauft – und zwei Mal im Jahr nach New York fliegt, lebt er unter dem Strich ruinöser als jemand, der niemals ökologische Produkte kauft und aufgrund seiner konservativ-bodenständigen Haltung nie ein Flugzeug besteigt. Hier schlummert ein unsägliches Nachhaltigkeitsversteckspiel, …“ oxiblog.de

Subventionierte Umweltbelastung

23.05.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Automobilindustrie wurde in den vergangenen zehn Jahren mit über einer Milliarde Euro subventioniert

Im Zeitraum 2007 bis 2017 förderten verschiedene Bundesministerien die Automobilindustrie mit 1.150.000.000 Euro. Die Liste der subventionierten Unternehmen lesen Sie hierbundestag.de.

Eine Berechnung der Steuereinnahmen durch eine gleichwertige Besteuerung des Dieselkraftstoffes mit dem Energiesteuersatz für Benzin hatte für das Jahr 2015 Steuermehreinnahmen, ohne Berücksichtigung eventueller Verhaltenseffekte, in Höhe von 8 Milliarden Euro zuzüglich Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ergeben. bundestag.de

Klimaschutz fördert wirtschaftliche Entwicklung

23.05.2017/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD), Berlin/Paris

OECD-Studie: Aktiver Klimaschutz fördert mittel- und langfristig positive Wachstumseffekte

„Der Bericht widerlegt die Annahme, dass Klimaschutz Wachstum behindert und zeigt, dass eine klimafreundliche Wachstumsstrategie sogar positive ökonomische Effekt haben kann“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Vorstellung des Berichts auf dem Petersberger Klimadialog in Berlin. oecd.org

Die Studie empfiehlt den G20-Staaten:

  • Klimaziele in ihre Wachstumsstrategie zu integrieren, insbesondere im Sinne einer besseren Ressourcenallokation. Darüber hinaus sollen Investitionen und Strukturreformen ein emissionsarmes Wirtschaftsmodel fördern.
  • Politiken zum Klimaschutz fördern, etwa durch Preissignale auf Emissionen, den Abbau von Subventionen für fossile Brennstoffe und Innovationsförderung für kohlenstoffarme Technologien.
  • Mehr privates Kapital für Investitionen in emissionsarme und klimawandelresistente Infrastruktur zu mobilisieren, indem ökologische Anreize im Finanzsystem gestärkt werden.
  • Lokale Verwaltungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzubeziehen, um für Regionen, die der wirtschaftliche Wandel vor Herausforderungen stellt, einen guten Übergang zu gewährleisten.

Klimawandel verändert die Welt

21.11.2016/EG aus dem naturwissenschaftlichen Medium Science, Washington

17 Wissenschaftler verweisen auf den Einfluss des Klimawandels auf Gene, Ökosysteme und Menschen / Von 94 untersuchten Prozessen belegen 82 % den Einfluss des Klimawandels

„Die vielen beobachteten Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Ebenen der biologischen Organisation weisen auf eine immer unvorhersehbarere Zukunft für den Menschen hin. Verringerte genetische Vielfalt in Kulturpflanzen, schwankende Ernteerträge, abnehmende Fischbestände, sinkende Fruchterträge und weniger Winterkälteereignisse bedrohen die Ernährungssicherheit. Veränderungen in der Verteilung von Krankheitsvektoren neben der Entstehung neuer Erreger und Schädlinge stellen eine direkte Bedrohung für die menschliche Gesundheit sowie für Nutzpflanzen und Nutztiere dar.“ science.sciencemag.org (leider nur in Englisch verfügbar)