Video-Tipp: Ist die Erde noch zu retten?

15.10.2018/EG aus dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), Mainz

Richard David Precht, Philosoph, im Gespräch mit Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher, über gesellschaftliche und klimatische Veränderungen

„Die Energieverschwendung, meint Schellnhuber, sei eigentlich gar nicht Teil der abendländischen Kultur gewesen. Erst die Übernahme des amerikanische Konsum- und Wachstumsdenkens nach dem Zweiten Weltkrieg habe das tradierte Nachhaltigkeits-Denken korrumpiert. Ist demnach Wirtschaftswachstum und Klimaschutz unvereinbar, fragt Precht. Ist der Kapitalismus der Feind unseres Planeten? Brauchen wir am Ende eine Verbotskultur, um das Entgleisen des Klimas noch aufzuhalten?“ zdf.de

Klimaschutz ist ohne Atomkraft günstiger

22.11.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin, über die Atomkraft: „Sie ist einfach zu teuer und nicht wettbewerbsfähig.“

„Vor allen Dingen werden die Kosten der Atomenergie generell massiv unterschätzt. Sowohl beim Bau als auch beim Rückbau und der Endlagerung entstehen erhebliche Kosten durch die Atomenergie. Gleichzeitig werden in vielen Studien die Kosten der erneuerbaren Energien überschätzt. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es eine erhebliche Kostendegression, und wenn man das beides gegeneinander rechnet, gibt es gar keine andere Antwort: Die erneuerbaren Energien sind die Zukunft und die Atomenergie ist die Vergangenheit.“ diw.de

TV-Tipp: Klimafrust – Der Klimawandel ist Fakt

16.11.2017/EG aus dem Gemeinschaftssender ‘3sat‘, Mainz

Heute Abend ab 21 Uhr auf 3sat bei ‘scobel‘: Klimawandel und Machtinteressen

„Denn Deutschland wird sein selbstgestecktes Klimaziel für 2020 verfehlen. Ohne zusätzliche CO-2 Einsparungen gelingt es nicht, den Treibhausgas-Ausstoß wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Alle bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Statt aktivem Handeln bleibt es bei Ankündigungen. Zu stark sind Machtinteressen und Einflussnahmen der Wirtschaftsverbände.“

Gastgeber Gert Scobel spricht mit seinen Gästen Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik bei Brot für die Welt, Anders Levermann, Klimawissenschaftler, und Immo Fritsche, Sozialpsychologe, über zerstörerische Kräfte. 3sat.de

Klimafreundliche Mobilität hat Beschäftigungspotenzial

16.10.2017/EG aus der European Climate Foundation (ECF), Berlin

ECF-Studie: Wirtschaft und Nettobeschäftigung werden vom Wechsel von fossilem Öl zu erneuerbaren Energien profitieren

„Der Übergang hin zu klimafreundlicher Mobilität wirkt sich in vielfältiger Weise auf die Beschäftigung in mehreren Sektoren aus. Dem zentralen Szenario der Analyse folgend, in dem die Klimaziele durch eine Kombination aus Hybrid- und Plug-In-Hybridfahrzeugen sowie Fahrzeugen mit zunehmend effizienteren Verbrennungsmotoren erreicht werden, wird die Anzahl an Arbeitsplätzen im Automobilsektor bis 2030 stabil bleiben. Der Übergang zur E-Mobilität wird die Beschäftigung in Sektoren wie Fahrzeugbau und Infrastruktur auch nach 2030 noch steigern – aber auch die gesamte Wertschöpfungskette für Automobile beeinflussen. (…) Wenn Deutschland wirtschaftlich vom Übergang zur klimafreundlichen Mobilität stärker profitieren will, muss es ein politisches Umfeld schaffen, das die Batterieproduktion im Inland fördert.“ europeanclimate.org

Die wahren Kosten des Klimawandels

15.10.2017/EG aus dem Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK), Potsdam

PIK: „Wenn wir das Klima destabilisieren, kann das auch unsere Gesellschaft destabilisieren“

„Die Folgen der globalen Erwärmung führen nicht nur zu erheblichen ökonomische Schäden, sie schaden auch der Gesundheit der Menschen in vielerlei Weise, verstärken die Treiber von Migration, und sie setzen Entwicklungsperspektiven für die Ärmsten der Welt aufs Spiel. (…) Hunderte Millionen Menschen werden innerhalb weniger Jahrzehnte von den Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Migration betroffen sein – beide Bereiche wurden bislang zu wenig im Zusammenhang mit der menschgemachten Erwärmung gesehen. Das ist eines der Ergebnisse der Impacts World Conference, die diese Woche vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veranstaltet wurde. An die 500 Wissenschaftler aus 67 Ländern diskutierten drei Tage lang unter dem Titel „Die wahren Kosten des Klimawandels“, um die Klimafolgenforschung durch eine bessere Einbindung sozialer und ökonomischer Faktoren auf eine neue Ebene zu heben.“ pik-potsdam.de

Zum Thema der Deutsche Wetterdienst (DWD): „Die Veränderung des Klimas wird einen nachhaltigen Einfluss auf alle wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bereiche unserer Gesellschaft haben.“ dwd.de