Lateinamerikas Staaten in der Schuldenspirale gefangen

14.08.2017/EG aus dem Medium ‘amerika21‘, Berlin

Schuldverschreibungen Lateinamerikas sind in den Jahren 2009 bis 2016 von 20 Mrd. US-Dollar auf 150 Mrd. US-Dollar gestiegen

„Nach Angaben der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) hat Mexiko die höchsten staatlichen und privaten Schulden im Ausland im Vergleich zu anderen Ländern in Lateinamerika und liegt somit sogar noch vor dem krisengeschüttelten Brasilien. Ferner ist der Prozentsatz der Auslandsverschuldung Mexikos in Beziehung zu seinem Bruttoinlandsprodukt seit letztem Jahr um mehr als das Dreifache gestiegen, von 5,7 Prozent auf 18,3 Prozent.“ ↗amerika21.de

Zum Thema (Schaffung und Grundlagen einer Halbkolonie)

„Wir wollen auf einige Elemente hinweisen, die zusammenkommen und in eine einzige Richtung weisen: die nationale Schwächung, den Verlust an produktiven Kapazitäten, den schwachen Staat.

1. Die Auslandsverschuldung“ amerika21.de

Chile vor der Wahl

06.08.2017/EG aus dem Medium ‘amerika21‘, Berlin

Sergio Martín-Carillo, Ökonom, über das Wirtschaftsmodell Chile / Laut OECD hat Chile den höchsten Wert der Ungleichverteilung

„Am 19. November dieses Jahres finden in Chile die Präsidentschaftswahlen für den Zeitraum 2018-2022 statt. Gleichzeitig werden auch die Abgeordneten und Senatoren neu gewählt, ebenso wie die Regionalräte. (…) In Chile herrscht als Ergebnis eines Modells der Akkumulation eine tiefe Ungleichheit. Dies ist das Erbe aus der Zeit, als Chile als weltweites Labor für Experimente des Neoliberalismus genutzt wurde, denn nichts anderes bedeutete die Diktatur unter Pinochet für das Land. (…) Die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer ist durch die Vertiefung des Modells der Arbeitszeitflexibilisierung ebenfalls sehr begrenzt.“ amerika21.de

Ein Blick nach Venezuela

12.06.2017/EG aus dem Medium THE REAL NEWS NETWORK (TRNN), Baltimore/USA

Abby Martin, Journalistin, berichtet von ihren Erlebnissen aus Venezuela – mit gewalttätigen Oppositionsdemonstranten

„Wir gingen dahin und waren sehr überrascht, dass die Realität ganz anders war, als die, die uns erzählt wurde. (…) Wir sehen ein Land von dem man denkt, dass die ganze Presse vom Staat kontrolliert wird. (…) Es war das Gegenteil. Ich meine, ich hatte keine Probleme, etwas zu filmen. Die Angriffe auf die Presse waren von der Opposition, die nicht will, dass Sie die Wahrheit berichtet wird. Ich meine, sie stellen die freie Presse als dieses Leuchtfeuer auf, aber sie wollen nicht, dass Sie irgendetwas melden, was ihrer Erzählung widerspricht, auch wenn es von dem Generalstaatsanwalt selbst völlig bewiesen ist, … Wenn wir es wagen, über die Tatsache, dass die Opposition für die Hälfte der Tode verantwortlich war, zu berichten (die Hälfte der Geschichten wurde von den westlichen Medien und diesen Menschenrechtsbeobachtungsorganisationen weggelassen), würden wir einem Lynch-Mob unterworfen.“ therealnews.com

Zum Thema

„Es gibt, ganz unumwunden, eine direkte Einmischung sowohl durch das Außenministerium und das Verteidigungsministerium der USA und …“, von Aram Aharonian, Journalistamerika21.de.

US-Interessen in Lateinamerika

30.05.2017/EG aus dem Medium ‘amerika21‘, Berlin

Achim Wahl, Lateinamerikanist, über die US-Politik in Lateinamerika

„Die von Trump postulierte protektionistische Politik richtet sich vor allem. gegen das Nachbarland Mexiko und kann, wie alle Kommentatoren analysieren, auch Auswirkungen für Lateinamerika mit sich bringen. Grund für Befürchtungen gibt es über das zukünftige Verhältnis der USA zu Kuba, Venezuela, Bolivien, Ecuador und Nicaragua. (…) Venezuela steht auch im Zentrum der Aufmerksamkeit der Trump-Administration, da es um die Erdölvorräte des Landes geht. Exxon-Mobil hat laut Tillerson – damals noch als Chef des Konzerns – Interesse an der Ausbeutung eines Erdölvorkommens an der venezolanisch-guyanischen Grenze.“ amerika21.de

Südamerika droht erneute Kolonialisierung

24.05.2017/EG aus dem Medium Seniora, Zürich

Wolf Gauer, Filmemacher und Journalist, zur Eroberung Südamerikas durch Oligarchen und Konzerne aus USA und Europa

„Nur wenige Länder widerstehen noch der Sozialdemontage und ihren US-gesteuerten Strategen: Bolivien, einstweilen erfolgreich, Ecuador mit ungewisser und Venezuela ohne jede Prognose.
Es geht dabei grundsätzlich um weniger Staat und weniger Souveränität. Um den Abbau öffentlich-sozialer Verantwortlichkeit, um die Einbindung des jeweiligen nationalen Marktes, der nationalen Ressourcen, der Produktions- und Streitkräfte in die globalen Netze und neokolonialistischen Konstrukte der USA und EU. Letztere firmieren meist unter einem Etikett wie »Freihandel«, »Verteidigungsorganisation« oder nett und verlogen »Partnerschaft«.“ ↗seniora.org