TV-Tipp: 100 Jahre Krieg in Nahost

21.08.2017/EG aus dem Kultursender ‘arte‘, Strasbourg

Dienstag (22.), ab 21:45 Uhr, sendet ‘arte‘ eine Dokumentation (55 Minuten) über einen ‘Grundstein‘ für die Konflikte im Nahen Osten

Mit dem im Mai 1916 geschlossenen Sykes-Picot-Abkommen haben Briten und Franzosen den Nahen Osten nach eigenen geopolitischen Interessen aufgeteilt und so die Saat vieler Kriege gelegt. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Abkommen und der Entstehung der Terrororganisation IS gibt. Weiterlesen

Naher/Mittlerer Osten: Fortsetzung der Destabilisierungspolitik

10.06.2017/EG aus dem Medium Qantara.de, Berlin

Matthias Sailer, Promotionsstipendiat der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), zur aktuellen Konfliktdebatte um eine rohstoffreiche Region

„Für Saudi-Arabien ist vor allem die Beziehung Qatars zum Iran ein Dorn im Auge. Das Emirat unterhält ein gemeinsames Gasfeld mit dem Iran und ist schon allein deswegen auf pragmatische Beziehungen mit dem Iran angewiesen. In der jüngsten Anti-Qatar-Kampagne beschuldigten saudische Medien denn auch Emir Tamim, sich geheim mit dem iranischen General Qassem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, in Bagdad getroffen zu haben. (…) Einige Analysten spekulieren bereits über mögliche saudische Mobilisierungsversuche von wahhabitischen Minderheiten innerhalb Irans gegen die Führung in Teheran.“ qantara.de

Zum Thema

Ergänzende Informationen über Qatar sehen Sie im Video (12 Minuten) mit dem verstorbenen Jean-Christophe Victor in der ARTE-Sendung ‘Mit offenen Karten‘ vom März 2015youtube.com.

Iran fordert UN auf, die Ursachen der Teheraner Terroranschläge zu betrachten

Irans Gesandter und ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Gholam Ali Choshroo rufte in einem Brief den Generalsekretär der Vereinten Nationen an, mehr Aufmerksamkeit auf die jüngsten Terroranschläge in Teheran und die Motive und Verschwörungen hinter diesen Angriffen zu lenken. „In meinem früheren Brief am 4. Mai 2017 hatte ich vor der unverantwortlichen, provokativen und unglücklichen Politik von Saudi-Arabien bei der Förderung und Finanzierung extremistischer Gruppen und ihres kurzsichtigen und selbstsüchtigen Adventurismus (Abenteurtum) in der Region gewarnt, die im klaren Gegensatz mit den Zielen und Grundsätzen der Charta von Vereinten Nationen stehen.“ irna.ir

Messe für Tötungs- und Zerstörungsartikel

29.03.2017/EG aus der Menschenrechtsorganisation Amnesty International,

Autor und Journalist Markus Bickel mit Eindrücken von der größten Waffenmesse im Nahen Osten IDEX Abu Dhabi

„Direkt neben dem Kronprinzen Abu Dhabis, Mohammad bin Zayed Al Nahyan, und dem Premierminister der Emirate, Mohammed bin Rashid Al Maktum, darf Sudans Präsident Omar al-Bashir Platz nehmen – obwohl er vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist. Für seine ‘Verdienste‘ um die arabische Sache zeichnen die beiden Herrscher Bashir mit der Zayed-Medaille erster Klasse aus. Insbesondere die Rolle der sudanesischen Streitkräfte bei der Operation ‘Restoring Hope‘ im Jemen heben sie lobend hervor.“ amnesty.de

Die International Defence Exhibition and Conference IDEX fand vom 19. bis 23. Februar 2017 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) statt. idexuae.ae

9/11: US-Versicherer klagen gegen Saudi-Arabien

28.03.2017/EG aus der NRO ‘Middle East Monitor‘ (MEMO), London

MEMO: Dutzende Versicherer versuchen Saudi-Arabien für die Anschläge vom 11.09.2001 haftbar zu machen

Die Klage über sechs Milliarden US-Dollar wurde vergangenen Donnerstag beim Bezirksgericht Manhatten eingereicht. Die Versicherer, darunter Liberty Mutual, Safeco, Wausau und viele Lloyd-Syndikate, beschuldigen Saudi-Arabien und eine staatlich verbundene Wohltätigkeitsorganisation für die Finanzierung und andere materielle Unterstützung, die Osama bin Laden und Al-Qaida ermöglichten, die Angriffe zu führen. Vertreter Saudi-Arabiens weisen jede Mitverantwortung an sowie weitere Kommentierungen zu den Anschlägen ab. middleeastmonitor.com

Neben den Versicherern klagen auch rund 800 Angehörige von Opfern und etwa 1.500 Überlebende.

Rüstungsexporte an Scharia-Staaten

27.03.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Juli 2015 bis Ende 2016 wurden Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter an Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate im Wert von 2,5 Mrd. Euro erteilt

„Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive Rüstungsexportpolitik. (…) Der Beachtung der Menschenrechte wird bei Rüstungsexportentscheidungen ein besonderes Gewicht beigemessen,“ so die Bundesregierung in ihrer Antwort zu den Rüstungsexporten nach Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate (VAE).

Aus der Antwort geht hervor, dass die Bundesregierung Ausfuhrgenehmigungen für den Export von Kriegswaffen im Zeitraum Juli 2015 bis Dezember 2016 nach Katar im Wert von 1,65 Milliarden Euro, nach Saudi-Arabien im Wert von 621 Millionen Euro sowie in die VAE im Wert von 230 Millionen Euro genehmigte. bundestag.de