Armut: Zahl der Tafelkunden steigt

11.05.2021/EG
Quelle: Tafel Deutschland, Berlin

Nachfrage an Lebensmittel aus Tafeleinrichtungen ist besonders bei Rentnern, ALG-II-Bezieher und Kurzarbeitern stark gestiegen

„Fast vierzig Prozent der bundesweit über 950 Tafeln verzeichnen im Vergleich zum September 2020 mehr Kundinnen und Kunden. Bei weiteren vierzig Prozent der Tafeln ist die Anzahl der Gäste zwar gleichgeblieben, ihre Zusammensetzung hat sich jedoch verändert. So ist die Steigerung besonders deutlich bei Menschen, die Kurzarbeit oder ALG II beziehen. Sie sind nochmals um 35 bzw. 33 Prozent gestiegen. Auch der Anteil der Rentnerinnen und Rentner ist mit 30 Prozent erheblich angestiegen …“ tafel.de

Zum Thema

Einschätzungen der Bevölkerung zu Kosten des täglichen Lebensunterhalts und Unterstützung in Corona-Zeiten: Die Ergebnisse einer Meinungsumfrage im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes, u. a. zu den Kosten für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, lesen Sie hier der-paritaetische.de.

Das Geschäft mit Bananen

08.04.2020/EG
Quelle: Public Eye, Zürich

Bericht über Profiteure und Geschädigte im Fruchtgeschäft: Chiquitas Geschäfte in Ecuador

„Die meisten ecuadorianischen Plantagenbesitzer verkaufen die Bananen an Zwischenhändler, welche sie an internationale Bananenhändler weiterverkaufen – etwa an Chiquita. Das Unternehmen beliefert vornehmlich Europa und Nordamerika und hat zwei Hauptsitze. Das US-amerikanische Geschäft wird in Fort Lauderdale (Florida) abgewickelt. Das Europageschäft seit 2009 im Kanton Waadt.“ publiceye.ch

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„Guten Appetit“

03.05.2017/EG aus der NRO foodwatch, Berlin

foodwatch: „Jede zweite Legehenne erleidet Knochenbrüche, jede fünfte Milchkuh wird vorzeitig geschlachtet, jedes dritte Schwein entwickelt eine Lungenentzündung, hat Leber- oder Gelenkserkrankungen“

„Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA) beim Bundeslandwirtschaftsminister kam im März 2015 in einem umfangreichen Gutachten zur Lage in Deutschlands Ställen und Schlachtstätten zu dem Ergebnis, die Nutztierhaltung sei hierzulande „nicht zukunftsfähig“. Es gebe „erhebliche Defizite vor allem im Bereich Tierschutz, aber auch im Umweltschutz“, es seien „tiefgreifende Änderungen“ nötig, …“ foodwatch.org

Zum Thema

„Haltung von Mastschweinen verstößt gegen Tierschutzgesetz und Verfassung“ – Ein Beitrag der NRO GREENPEACE↗greenpeace.de.

Christian Schmidt, seit 2014 Bundesminister des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: „Ich will das Tierwohl in der Breite verbessern“bmel.de.

Ergänzung am 10.05.2017: Jose Martinez, Rechtswissenschaftler, über das Greenpeace-Gutachten zu den Haltungsvorgaben für Mastschweine↗beck.de.

Unersättlich

10.01.2017/EG aus der NRO Oxfam Deutschland, Berlin

Konzernatlas 2017 mit Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie vorgestellt / Konzerne kaufen Konzerne / Anteil der reinen Spekulation am Handel mit Nahrungsmittel stieg von 12 Prozent Mitte der 1990er Jahre auf aktuell 70 Prozent

„Finanzkräftige Kapitalanleger beeinflussen immer mehr das globale Ernährungssystem. An der Chicagoer Terminbörse dominieren mittlerweile Banken, Hedgefonds und Investmentfonds den Handel mit Weizen. Der Anteil der reinen Spekulation am Handel stieg von 12 Prozent Mitte der 1990er Jahre auf 70 Prozent heute. Hunderte agrarbasierte Investments verwalten Milliarden Dollar Vermögen und investieren unter anderem in Weizen, Zucker und Kaffee. Investmentfirmen wie BlackRock sind an Konzernen entlang der ganzen Lieferkette beteiligt: von Monsanto über den Maschinenhersteller John Deere zu dem Agrarhändler ADM und die Supermarktkette Wal-Mart. Die größten Händler von Agrarrohstoffen wie Cargill, ADM und Dreyfuss haben sogar eigene Investmentgesellschaften gegründet. Sie verfügen wie niemand sonst über Wissen zu …“ oxfam.de

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