Leistungen für Sozialhilfe nehmen weiter zu

14.07.2017/EG aus dem Bayerische Landesamt für Statistik, München

Bruttoausgaben für Sozialhilfe lagen 2016 in Bayern bei rund 4,6 Milliarden Euro (+ 6,0 % ggü. 2015) / Hilfe zur Pflege plus 10,9 %

Das Bayerische Landesamt für Statistik teilt weiter mit, dass auch 2016 die Ausgaben für Eingliederungshilfe für behinderte Menschen mit Nettoausgaben in Höhe von knapp 2,5 Milliarden Euro (+ 7,5 % ggü. 2015) die größte Einzelposition darstellte.

Für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurden netto 724 Millionen Euro (+ 1,9 %) verausgabt, 527 Millionen Euro (+ 10,9 %) für Hilfe zur Pflege, 172 Millionen Euro (+ 1,8 %) für Hilfe zum Lebensunterhalt*, 80 Millionen Euro (- 10,1 %) für Hilfen zur Gesundheit einschließlich Erstattungen an Krankenkassen für die Übernahme der Krankenbehandlung und 76 Millionen Euro (+ 3,1 %) für Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen. statistik.bayern.de

*Die Zahl der Menschen, die auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen waren, ist auf 47.797 (- 6,3 % ggü. 2015) gesunken.

Bayern: Immer mehr auf Wohngeld angewiesen

20.06.2017/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Zahl der reinen Wohngeldhaushalte von 35.872 zum Jahresende 2015 auf 53.380 am Jahresende 2016 gestiegen

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, waren 53.380 Haushalte zum Jahresende 2016 auf Wohngeld angewiesen. Davon waren 50.465 Haushalte (+ 50 Prozent gegenüber 2015) Empfänger von Mietzuschuss. Einen Lastenzuschuss erhielten 2.915 Haushalte (+ 26 Prozent). Der durchschnittliche Wohngeldanspruch für Wohngeldempfänger reiner Wohngeldhaushalte belief sich insgesamt auf 154 Euro (2015 lag er bei 113 Euro).

Durch die Wohngeldreform zum 01. Januar 2016 wurde das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten angepasst – die Zahl der wohngeldberechtigten Haushalte ist dadurch gestiegen, ebenso die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Wohngeldanspruchs. statistik.bayern.de

Prioritäten der EU-Staaten

07.03.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ‘Eurostat‘, Luxemburg

2015 stellte die soziale Sicherung den bedeutendsten Aufgabenbereich der Staatsausgaben in allen EU-Mitgliedstaaten dar

Das Verhältnis der Ausgaben des Staates für soziale Sicherung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) variierte in den EU-Mitgliedstaaten von 9,6 Prozent in Irland bis 25,6 Prozent in Finnland. In Deutschland betrug der Anteil 19 Prozent. Dabei waren die Ausgaben für die Alterssicherung mit 2,4 Prozent in Irland bis 15,7 Prozent in Griechenland die dominanten Sektoren der sozialen Sicherung. In Deutschland betrug der Anteil 9,2 Prozent. ec.europa.eu

Sozialpolitik: Investitionen oder Kosten

19.12.2016/EG aus dem wirtschaftspolitischen Blog ’Makroskop‘, Wiesbaden

Gesundheitsökonom Hartmut Reiners mit einem Beitrag über das Elend der Sozialpolitik

„Die Sozialabgaben werden von der herrschenden ökonomischen Lehre als Kostenfaktor betrachtet, der die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beeinträchtigt. Das ist eine bornierte Sichtweise, die nicht der Tatsache gerecht wird, dass das Sozialbudget für das Funktionieren moderner Volkswirtschaften unverzichtbar ist.“ makroskop.eu

Bedarf nach Sozialhilfe steigt

28.11.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt ’Destatis‘, Berlin

Deutschland 2015: 8,0 Millionen Menschen waren von sozialer Mindestsicherung angewiesen / Niedrigste Quote (5,2 %) in Bayern – höchste Quote (19,4 %) in Berlin

Zum Jahresende 2015 erhielten in Deutschland knapp 8,0 Millionen Menschen (2014: 7,4 Mio.) und damit 9,7 % (2014: 9,1 %) der Bevölkerung soziale Mindestsicherungsleistungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen wie in den beiden Vorjahren sowohl die Anzahl der Empfänger als auch deren Anteil an der Gesamtbevölkerung gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme gehe, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, überwiegend auf den starken Anstieg der Bezieher von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zurück. destatis.de