Private Haushalte besitzen Geldvermögen in Höhe von nahezu 6 Billionen Euro

18.10.2018/EG aus der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte erreicht im zweiten Quartal 2018 fast 6 Billionen Euro (+ 4,4 % gegenüber II/2017) bzw. durchschnittlich 72.000 Euro je Einwohner

Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank betrug das Geldvermögen* der privaten Haushalte in Deutschland, zum Ende des zweiten Quartals 2018, 5.977 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (II/2017) beträgt die Steigerung 254 Milliarden Euro bzw. 4,4 Prozent. bundesbank.de

*Bargeld und Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien und sonstige Anteilsrechte, Fonds, Versicherungsguthaben, Finanzderivate und Mitarbeiteraktienoptionen, sonstige Forderungen und Vermögensbeteiligungen.

Zum Thema

Nach Angaben des statistischen Amtes der EU ‘eurostat‘ waren im Jahr 2017 in Deutschland 19 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist. ec.europa.eu

Moderne Industriestaaten müssen mindestens einen Viertel ihres BIP allein dafür aufwenden, die Folgen der wachsenden Ungleichheit zu bewältigen werner-vontobel.ch.

„Ein Reihe von empirischen Studien zeigt, dass die Politik in den Vereinigten Staaten zugunsten der sozial Bessergestellten verzerrt ist, weil politische Entscheidungen den Präferenzen der Reichen entsprechen, wohingegen die der Mittelschicht und der Armen weitgehend ignoriert werden. (…) Das Muster ungleicher Repräsentation in Deutschland ähnelt dem der USA, obwohl beide Länder sich institutionell stark unterscheiden.“ mpifg.de

Steckbrief der 25 reichsten Familien nzz.ch.

2013 hatten 17.400 der in Deutschland erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro destatis.de.

Fehlt es der Bundesregierung in der Bekämpfung der Steuerhinterziehung an der nötigen Sorgfalt?

10.10.2018/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW: Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung müssen verschärft werden

„Die internationale Gemeinschaft hat in den vergangenen Jahren mehrere Initiativen vorangetrieben, um Steuerhinterziehung einzudämmen, und dabei vor allem auf Informationsaustausch mit den Steueroasen gesetzt. Die bilateralen Abkommen, auch die neuen auf Basis des Common Reporting Standard (CRS) der OECD von 2017, wirken aber nur unzureichend, denn die SteuerhinterzieherInnen reagieren nicht mit Steuerehrlichkeit, sondern suchen sich andere Formen, mit Hilfe derer sie ihre Einkommen verschleiern können.“ diw.de

2017 wurden in Bayern Vermögen in Höhe von 13,7 Milliarden vererbt oder verschenkt

10.10.2018/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Nach Abzug diverser Steuerbefreiungen bzw. -begünstigungen waren nur noch 7,85 Milliarden Euro steuerrelevant / Ergebnis: 1,39 Milliarden Euro Steuereinnahmen

„Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Freistaat Bayern im Jahr 2017 insgesamt 1,39 Milliarden Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt; dies sind 17,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Steuereinnahmen resultierten aus einem steuerrelevanten Vermögenswert von 7,85 Milliarden Euro.“ statistik.bayern.de

Renditeobjekt Gesundheitssystem

02.10.2018/EG aus dem Deutschen Ärzteblatt, Berlin

Ein 79-Milliarden-Euro-Markt: Arzt- und Zahnarztpraxen in Deutschland

„Rund 50 Private-Equity-Gesellschaften investieren zurzeit in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, davon stammen 13 aus Deutschland, 13 aus Großbritannien, sechs aus den USA, fünf aus der Schweiz, jeweils drei aus Frankreich, den Niederlanden und Schweden, zwei aus Belgien sowie jeweils eine aus Bahrain und Luxemburg. Besonders häufig verkaufen inhabergeführte Praxen an Investoren, um Expansionswünsche zu erfüllen oder die Nachfolge zu regeln. Werden Unternehmen veräußert, verkaufen Private-Equity-Gesellschaften meist an andere Private-Equity-Fonds.

MVZ bilden einen Schwerpunkt für Investments von Private-Equity-Gesellschaften. Die Zahl der MVZ in Händen von Finanzinvestoren liegt zurzeit schätzungsweise bei 420 von insgesamt rund 2 500. Bevorzugte Fachgebiete sind die Labormedizin, die Radiologie und Nuklearmedizin, die Dialyse, die Augenheilkunde und die Dermatologie. Bei den Zahnärzten sind etwa 50 von 600 MVZ in den Händen von Investoren.“ aerzteblatt.de

Globales Brutto-Geldvermögen steigt auf 168 Billionen Euro

27.09.2018/EG aus dem Finanzkonzern Allianz SE, München

Allianz Global Wealth Report 2018: Geldvermögen der Haushalte steigt im Jahr 2017 global um 7,7 Prozent

„Das Ergebnis: die reichsten zehn Prozent weltweit vereinen 78,9% der gesamten Netto-Geldvermögen auf sich; für die untere Bevölkerungshälfte, rund 2,5 Milliarden Menschen, verbleiben weniger als 1%.“ (Seite 59)
(…)
„Darüber hinaus zeigt der Wachstumsvergleich an, dass sich in vielen europäischen Ländern die Vermögensverteilung in den letzten Jahrzehnten eher verschlechtert hat, wenn auch in geringerem Ausmaße als in den USA. Dazu zählen die Eurokrisenländer (Portugal, Griechenland, Irland, Italien und Spanien), aber auch die Schweiz, Frankreich und Deutschland.“ allianz.com (Seite 65)