IWF kritisiert niedriges Lohnwachstum

10.07.2017/EG aus dem Intenational Monetary Fund (IMF), Paris/Brüssel

IMF fordert im aktuellen Länderbericht von Deutschland mehr Lohnwachstum und Abbau der anhaltenden Leistungsbilanzüberschüsse

„Trotz hoher und steigender Kapazitätsauslastung und Leerstandsquoten sind das Lohnwachstum und die Kerninflation bislang zu niedrig, den Unternehmensinvestitionen fehlt es an Dynamik, während die demografische Entwicklung die langfristigen Wachstumsaussichten belasten. Der große und anhaltende Leistungsbilanzüberschuss spiegelt teilweise diese Ungleichgewichte wieder, die zu hohen Inlandseinsparungen und besseren Investitionsmöglichkeiten im Ausland führen, obwohl auch externe Faktoren eine Rolle spielen. Deutschland sollte eine Reihe von koordinierten Fiskal- und Strukturpolitiken einhalten, um seine Stärken zu sichern und die verbleibenden Herausforderungen zu bewältigen, einschließlich der Verringerung der externen Ungleichgewichte.“ imf.org

Aufbau Ost = Aufschwung West

30.05.2017/EG aus dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), Leipzig

MDR: Seit der Wiedervereinigung flossen über 1,5 Billionen Euro in die Bundesländer Ost

„Mit gewaltigen Summen wurde nach der Wiedervereinigung Ostdeutschland saniert. Doch Anfang der 90er-Jahre brach zunächst die Wirtschaft im Osten zusammen. Die großen Westunternehmen profitierten und sicherten sich in großem Stil neue Marktanteile. Eine dreiteilige MDR-Dokumentation beleuchtet die Transferströme von West nach Ost – und zeigt, dass ein Großteil der Gelder wieder zurückfloss.“ mdr.de

EU: Deutschland dominiert Handel

29.03.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner in der EU

Deutschland ist für 16 EU-Staaten der wichtigste und für vier Mitgliedstaaten der zweitwichtigste Handelspartner für Warenausfuhren. Deutlicher ist die Dominanz beim Import: Für 18 EU-Staaten ist Deutschland der wichtigste sowie für weitere sieben Mitgliedstaaten der zweitwichtigste Handelspartner (von insgesamt 28 EU-Staaten) für Wareneinfuhren. ec.europa.eu

Prognosen zur Konjunktur

23.03.2017/EG aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden

Konjunkturprognose 2017 und 2018: Aufschwung

Wie schon in den Gutachten davor, kann sich Peter Bofinger, dienstältestes Mitglied des Sachverständigenrates, den Auffassungen seiner Ratskollegen Lars P. Feld, Christoph M. Schmidt, Isabel Schnabel und Volker Wieland nicht anschließen. Bofingers Prognose weicht von der Auffassung der Ratskollegen, dass der hohe Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz nicht als ein gesamtwirtschaftliches Ungleichgewicht anzusehen sei, ab.

Die komplette Konjunkturprognose (Peter Bofingers abweichende Meinung ab Seite 25) lesen Sie hiersachverstaendigenrat-wirtschaft.de.

Zum Thema

Ein kritischer Beitrag von Norbert Häring, Autor und Wirtschaftsjournalist, norberthaering.de.

Die Ratsmitgliedersachverstaendigenrat-wirtschaft.de.

Austeritätspolitik war kontraproduktiv

22.02.2017/EG aus dem Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW: Austeritätspolitik in Spanien, Portugal und Italien war kontraproduktiv

Drastische Sparmaßnahmen haben die Effekte von Strukturreformen teils aufgehoben und die betroffenen Länder zurück in die Rezession geführt, ohne die Lage der öffentlichen Finanzen zu verbessern, so die DIW-Forscher zur heute vorgestellten Studie. diw.de