Stand der Deutschen Einheit 2017

11.09.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2017

„Für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist es eine wichtige Frage, wie regionale Strukturschwächen überwunden und gleichwertige Lebensverhältnisse im Bundesgebiet gefördert werden können.

In Teilen Ostdeutschlands stellt heute die Sicherung der Daseinsvorsorge eine Herausforderung dar. Dies hängt mit den weiter vorangeschrittenen demografischen Veränderungen zusammen, die in einigen Regionen mit einer vergleichsweise geringen Siedlungsdichte, wirtschaftlichen Strukturschwächen und Finanzschwächen der Gemeinden einhergehen.“ bundestag.de (Seite 10)

IWF kritisiert niedriges Lohnwachstum

10.07.2017/EG aus dem Intenational Monetary Fund (IMF), Paris/Brüssel

IMF fordert im aktuellen Länderbericht von Deutschland mehr Lohnwachstum und Abbau der anhaltenden Leistungsbilanzüberschüsse

„Trotz hoher und steigender Kapazitätsauslastung und Leerstandsquoten sind das Lohnwachstum und die Kerninflation bislang zu niedrig, den Unternehmensinvestitionen fehlt es an Dynamik, während die demografische Entwicklung die langfristigen Wachstumsaussichten belasten. Der große und anhaltende Leistungsbilanzüberschuss spiegelt teilweise diese Ungleichgewichte wieder, die zu hohen Inlandseinsparungen und besseren Investitionsmöglichkeiten im Ausland führen, obwohl auch externe Faktoren eine Rolle spielen. Deutschland sollte eine Reihe von koordinierten Fiskal- und Strukturpolitiken einhalten, um seine Stärken zu sichern und die verbleibenden Herausforderungen zu bewältigen, einschließlich der Verringerung der externen Ungleichgewichte.“ imf.org

Aufbau Ost = Aufschwung West

30.05.2017/EG aus dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), Leipzig

MDR: Seit der Wiedervereinigung flossen über 1,5 Billionen Euro in die Bundesländer Ost

„Mit gewaltigen Summen wurde nach der Wiedervereinigung Ostdeutschland saniert. Doch Anfang der 90er-Jahre brach zunächst die Wirtschaft im Osten zusammen. Die großen Westunternehmen profitierten und sicherten sich in großem Stil neue Marktanteile. Eine dreiteilige MDR-Dokumentation beleuchtet die Transferströme von West nach Ost – und zeigt, dass ein Großteil der Gelder wieder zurückfloss.“ mdr.de

EU: Deutschland dominiert Handel

29.03.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner in der EU

Deutschland ist für 16 EU-Staaten der wichtigste und für vier Mitgliedstaaten der zweitwichtigste Handelspartner für Warenausfuhren. Deutlicher ist die Dominanz beim Import: Für 18 EU-Staaten ist Deutschland der wichtigste sowie für weitere sieben Mitgliedstaaten der zweitwichtigste Handelspartner (von insgesamt 28 EU-Staaten) für Wareneinfuhren. ec.europa.eu

Prognosen zur Konjunktur

23.03.2017/EG aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden

Konjunkturprognose 2017 und 2018: Aufschwung

Wie schon in den Gutachten davor, kann sich Peter Bofinger, dienstältestes Mitglied des Sachverständigenrates, den Auffassungen seiner Ratskollegen Lars P. Feld, Christoph M. Schmidt, Isabel Schnabel und Volker Wieland nicht anschließen. Bofingers Prognose weicht von der Auffassung der Ratskollegen, dass der hohe Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz nicht als ein gesamtwirtschaftliches Ungleichgewicht anzusehen sei, ab.

Die komplette Konjunkturprognose (Peter Bofingers abweichende Meinung ab Seite 25) lesen Sie hiersachverstaendigenrat-wirtschaft.de.

Zum Thema

Ein kritischer Beitrag von Norbert Häring, Autor und Wirtschaftsjournalist, norberthaering.de.

Die Ratsmitgliedersachverstaendigenrat-wirtschaft.de.