Gesellschaft: Sorgen um den Lebensstandard wachsen

23.02.2018/EG

… und die Sorgen sind begründet

Bettina Kohlrausch, Soziologin an der Universität Paderborn, erforschte das Wahlverhalten von Abstiegsängsten betroffenen Menschen:

„Je nachdem, welche Dimension man zu Grunde legt, sind zwischen 20 und 50 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung von Abstiegsängsten betroffen. Im Dezember 2016 machten sich ca. 25 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorgen um ihre Arbeitsplatzplatzsituation. Immerhin 39 Prozent der befragten Personen gaben an, sich große oder sehr große Sorgen um die eigene finanzielle Situation zu machen. 20 Prozent gingen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre etwas oder deutlich verschlechtern wird. 49 Prozent machten sich Sorgen oder große Sorgen um ihre finanzielle Situation im Alter. Knapp 47 Prozent sagten, dass die Aussage „Ich befürchte meinen Lebensstandard nicht dauerhaft halten zu können“ eher zutrifft.“ boeckler.de

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, veröffentlicht Forschungsarbeit zu Insolvenzen in Deutschland: Von einer Insolvenz betroffene Arbeitnehmer verdienen auch fünf Jahre danach im Schnitt weniger als vor der Insolvenz

„Die Insolvenz großer Unternehmen ist oft mit dem schlagartigen Verlust vieler Arbeitsplätze verbunden. Das führt meist zu öffentlichen Debatten über die Folgen für die Beschäftigten und über deren Verbleib. Weniger Beachtung finden jedoch die vieltausendfachen Insolvenzen kleinerer Betriebe, die den Großteil solcher Geschäftsaufgaben in Deutschland ausmachen.
(…)
Jenseits der unmittelbaren Verluste für die Beschäftigten (etwa nicht gezahlte Löhne), zeigen unsere Analysen, dass Arbeitnehmer auch mittelfristig deutlich von den Folgen eines Beschäftigungsverlusts aufgrund einer Insolvenz betroffen sind. Zunächst weisen diese Personen einen erheblichen Einkommensrückgang auf. Dieser Verlust geht zwar mit der Zeit wieder etwas zurück, er ist aber auch nach fünf Jahren noch nicht wieder wettgemacht. Außerdem sind die betroffenen Arbeitnehmer deutlich häufiger arbeitslos als nicht betroffene.“ iab.de

Bundestagswahl 2017

24.09.2017/EG

Wahlbeteiligung in Bayern bei rund 77 Prozent (+ 9 % ggü. 2013) / Hohe Verluste für die CSU

Seit etwa 20 Uhr gehen die ersten Meldungen mit den Ergebnissen aus 46 bayerischen Wahlkreise beim Landeswahlleiter ein. Mit der Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses für Bayern wird am Wahlabend gegen 23:00 Uhr gerechnet. Die aktuellen Ergebnisse, auch aus den Wahlkreisen, lesen Sie hier bundestagswahl2017.bayern.de.

Video-Tipp: Perspektiven der Demokratie

20.09.2017/EG aus dem Medium ‘acTVism‘, München

Gerald Hüther, Neurobiologe, über den Zusammenhang von Demokratie und Konsumgesellschaft

Gerald Hüther, Neurobiologe, Buchautor und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, spricht über den Zusammenhang von Demokratie und Konsumgesellschaft, den Zwängen, denen der Einzelne unterliegt und den Voraussetzungen für eine freie Gesellschaft. actvism.org (Video, 29 Minuten)

Zum Thema

‚Die Anstalt‘ vom 19.09.2017 zdf.de (Video, 53 Minuten)

CCC: Software zur Auswertung der Bundestagswahl ist unsicher

07.09.2017/EG aus dem CHAOS COMPUTER CLUB (CCC), Hamburg

CCC analysiert gravierende Schwachstellen einer bei der Bundestagswahl verwendeten Auswertungssoftware / Praktisch anwendbare Angriffstools werden im Sourcecode veröffentlicht

„Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) haben eine in mehreren Bundesländern zur Erfassung und Auswertung der kommenden Bundestagswahl verwendete Software auf Angriffsmöglichkeiten untersucht. Die Analyse ergab eine Vielzahl von Schwachstellen und mehrere praktikable Angriffsszenarien. Diese erlauben die Manipulation von Wahlergebnissen auch über die Grenzen von Wahlkreisen und Bundesländern hinweg. Die untersuchte Software „PC-Wahl“ wird seit mehreren Jahrzehnten für die Erfassung, Auswertung und Präsentation von Wahlen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene eingesetzt.

Das Ergebnis der Sicherheitsanalyse ist ein Totalschaden für das Software-Produkt.“ ccc.de

Welche Partei vertritt meine Interessen?

30.08.2017/EG aus der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Bonn

Wahl-O-Mat – die Orientierungshilfe zur Bundestagswahl am 24. September 2017 / 38 Aussagen führen zur Partei mit der größten persönlichen Übereinstimmung

Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. 38 Thesen können mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden – alle zur Wahl zugelassenen Parteien können auf die gleiche Weise antworten. Auf diese Weise können die Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgeglichen, der Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird errechnet. Zum Wahl-O-Mat bpb.de