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Beiträge verschlagwortet als “Wirtschaft”

Energie: Deutschlands Energieversorgung ist auch ohne Kernkraft gesichert

25.11.2021/EG
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Forscherteam um Claudia Kemfert, Wissenschaftlerin für Energiewirtschaft und -politik an der Leuphana Universität Lüneburg sowie am DIW, untersuchte die energiewirtschaftlichen Folgen nach der Abschaltung der verbliebenen sechs Kernkraftwerke im Jahr 2022:

„Fazit: Atomwende erfordert Endlagersuche und keine Subventionen für Kernkraft
Mit der Schließung der letzten sechs Kernkraftwerke in Deutschland geht eine Periode zu Ende, die von technischen Risiken, hohen Kosten und ungelösten Konflikten mit Blick auf die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle begleitet wurden. Nachdem die Abschaltung älterer Kernkraftwerke seit dem Jahr 2011 weitgehend lautlos erfolgte, ist auch für die nächsten beiden Jahre nur mit geringen Auswirkungen auf das Stromsystem zu rechnen. Insbesondere werden sich die regionalen Stromflüsse nicht wesentlich verändern und Netzengpässe dürften sich, wenn überhaupt, nur gering intensivieren. Kurzfristig ist im Jahr 2022 und 2023 mit ansteigenden CO2-Emissionen aus dem Stromsektor zu rechnen, die mit einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien rasch zurückgeführt werden sollten. Die Versorgungssicherheit ist auch mittelfristig nicht gefährdet, wenn das deutsche Stromsystem rasch auf erneuerbare Energieträger in Verbindung mit Speichern und Flexibilitätsoptionen umsteigt. Die Einbindung in das europäische Stromsystem bleibt aus Effizienz- und Koordinationsgründen bedeutend…“
Die Studie lesen Sie hier diw.de.

Digitalisierung: Von wenigen Akteuren abhängig

17.11.2021/EG
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin

Wissenschaftler des „ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung“ erarbeiteten im Auftrag des BMWi eine Bestandsaufnahme sowie Handlungsfelder zur digitalen Souveränität Deutschlands

Die ZEW-Wissenschaftler identifizierten fünf Handlungsfelder:

  1. Abbau von Informationsdefiziten und Sensibilisierung: …
  2. Kontinuierliches Monitoring und Risikoanalyse: …
  3. Stärkung der Technologie- und Datensouveränität: …
  4. Aufbau von digitalen Kompetenzen: …
  5. Agiles und kooperatives Handeln: …

Die „Schwerpunktstudie Digitale Souveränität“ lesen Sie hier de.digital

Radio-Tipp: Legale Ausbeutung

16.11.2021/EG
Quelle: Bayerischer Rundfunk, München

Radiofeature von Charly Kowalczyk über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa

„Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.“ ↗br.de

Zum Thema

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Die Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen summierte sich im Jahr 2020, nur auf die überprüften Arbeitgeber bezogen, auf 816 Millionen Euro zuzüglich der Steuerschäden aus Ermittlungsverfahren der Länder. Ergänzende Informationen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung lesen Sie auf Seite 18 der Jahresstatistik 2020 zoll.de.

Video-Tipp: „Oeconomia“

08.11.2021/EG
Quelle: Gemeinschaftssender „3sat“, Mainz

Dokumentation von Carmen Losmann über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration

Die Wirtschaft wächst, wenn die Geldmenge wächst. Die Geldmenge wächst, wenn … 3sat.de.

Buchtipp: Immer-mehr und Nie-genug!

29.10.2021/EG

Bernhard Ungericht: Immer-mehr und Nie-genug!
Eine kurze Geschichte der Maßlosigkeit

Sachbuch (Gesellschaft, Ökonomie)

„Das Prinzip Maßlosigkeit charakterisiert die Ökonomie und die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Nichts scheint je genug zu sein - alles muss immer mehr werden. Der entfesselte Wille zum "Immer-mehr" und die von ihm hervorgebrachte Ökonomie der Maßlosigkeit haben eine erstaunliche Geschichte. Dieses Buch versucht, Antworten auf drei Fragen zu geben: Die erste Frage führt uns in die Vergangenheit: Wie hat sich die maßlose Ökonomie herausgebildet? Welche Entwicklungen und historischen Wendepunkte haben uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen? Die zweite Frage blickt auf die Konsequenzen: Wie verändert die Ökonomie der Maßlosigkeit im Verlauf ihres historischen Siegeszuges allmählich den Menschen selbst, sein Denken und seine Beziehungen? Die dritte Frage richtet sich an die Zukunft: Wie geht es weiter? Wohin könnte uns dieser historische Irrweg noch führen? Was droht uns, und wie kann ein Pfadwechsel hin zu einer Ökonomie des rechten Maßes vielleicht doch noch gelingen?“

Autor

Bernhard Ungericht ist Wirtschaftspädagoge und Politikwissenschaftler, leitet den "Arbeitsbereich nachhaltige Wirtschaft. Ethik & Transformation" der Universität Graz und ist verantwortlich für die Spezielle Betriebswirtschaftslehre "Wirtschaftsethik und Unternehmensverantwortung".

Metropolis Verlag, ISBN: 978-3-7316-1482-1, E-Buch, 21 Euro