TTIP: Import von Mais und Weizen

24.05.2016/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Bundesregierung: „Chancen und Risiken bei komplexen Handelsverhandlungen abzuschätzen, ist nur mit ökonomischen Modellrechnungen annähernd möglich.“

Der geplante Zollabbau für Agrarprodukte im Rahmen der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) dürfte zu zusätzlichen Importen vor allem von Mais und Weizen aus den Vereinigten Staaten in die EU führen. Davon geht die Bundesregierung in einer Antwort (18/8477) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8135) aus. Die Bundesregierung gibt in der Antwort die Modellrechnungen aus mehrere Studien an:

Nach Modellrechnungen des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (2014) zum vollständigen Zollabbau sei mit einem Produktionsrückgang bei Weizen von 3,1 Prozent in Deutschland zu rechnen. Dagegen könnte der Ölsaatenanbau sowohl in Deutschland um 0,8 Prozent als auch in der EU insgesamt um 0,6 Prozent gesteigert werden. Dieser Produktionsanstieg würde teilweise durch die Substitution mit dem Weizenanbau ermöglicht.

Die Modellrechnungen von Bureau J.-C., Disdier A.-C., Emlinger C., Fourè C, Felbermeyr G., Fontagnè L. und Jean S. (2014) weisen die Exporte von Agrarprodukten in die USA eine Steigerung von 40 Prozent auf. Die Importe aus den USA wurden mit einer Steigerung von 120 Prozent (im Jahr 2025) errechnet.

Nach Beckman J., Arita S., Mitchel L. und Burfisher M. (2015) steigen die die Exporte der EU in die USA um 0,8 Milliarden US-Dollar und die Exporte der USA in die EU um 5,5 Milliarden Euro.

Weitere Modellrechnungen und Szenarien lesen Sie hierbundestag.de.