TV-Tipp: Die große FIFA-Story

23.02.2016/EG aus dem Kultursender ‚arte‘, Strasbourg/Kehl

‚arte‘ sendet heute Abend, ab 20:15 Uhr, eine Dokumentation über Geschäfte der ‚gemeinnützigen‘ Organisation FIFA

Wahlmanipulation, Schmiergeldzahlungen, zahlreiche Festnahmen und gekaufte Weltmeisterschaften … Was Gerichte und Medien in den letzten Monaten zutage förderten, zwang die FIFA, höchste Instanz des Weltfußballs, in die Knie. Sepp Blatter, seit 1998 FIFA-Präsident, blieb nichts Anderes übrig, als seinen Rücktritt anzukündigen.

Die Nachforschungen von Jean-Louis Perez führten den Filmemacher nach Paris, Rio de Janeiro, Yaoundé, Zürich, New York, Washington und London. Es wird deutlich, wie die Missstände im System der FIFA jahrzehntelang andauern konnten, ohne entdeckt oder bestraft zu werden. Der Dokumentarfilm geht auch auf die Personen ein, die die Organisation geprägt haben – vom ersten großen Präsidenten Jules Rimet bis zum äußerst umstrittenen Sepp Blatter.

Mit bislang unveröffentlichten Aussagen von ehemaligen FIFA-Mitgliedern, Anwälten, Politikern, Sportfunktionären und Ex-Fußballern werden die Schattenseiten des Weltfußballverbandes offengelegt, in dem seit Jahren milliardenschwere Geschäfte gemacht werden.

Zum Thema eine aktuelle Mitteilung von Transparency International Deutschland e.V.:

„Keiner der FIFA-Präsidentschaftskandidaten hat die von der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. veröffentlichte Selbstverpflichtungserklärung in vollem Umfang unterzeichnet. Gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen hat Transparency Deutschland die Kandidaten aufgefordert, in ihrer Amtszeit konkrete Maßnahmen zur Korruptionsprävention und zum Menschenrechtsschutz zu ergreifen. Zur Einführung eines unabhängigen Beratungsgremiums hat sich keiner der fünf Präsidentschaftskandidaten bekannt. Das Gremium soll die Umsetzung der Reformbemühungen überwachen.“