TV-Tipp ‚ Falciani und der Bankenskandal ‘

23.06.2015/EG aus dem Kultursender ‚arte‘, Strasbourg (F)

‚arte‘ sendet heute Abend, ab 20:15 Uhr, eine Dokumentation (89 Min.) über ein kriminelles Geschäftsmodell der HSBC

Durch undeklarierte Offshore-Vermögen in Steuerparadiesen gehen den Finanzbehörden weltweit geschätzt Hunderte Milliarden Euro an Steuern verloren – jährlich. Lange galt es als Kavaliersdelikt, private Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken. Den Transfer der Gelder übernahmen Banken, die sehr spezielle “Service-Leistungen” anboten.

Der investigative Dokumentarfilm ist ein Finanz- und Polit-Thriller rund um die Story des Whistleblowers Hervé Falciani. Der ehemalige HSBC-Mitarbeiter spielte Frankreich im Jahr 2008 Daten von über 100.000 privaten Nummernkonten zu. Sie halfen, europaweit Steuerhinterziehungen in Milliardenhöhe aufzudecken.

Der Dokumentarfilm begleitet Falciani bei seinen unermüdlichen Bemühungen, die sensiblen Daten in die Hände der richtigen Behörden und politischen Entscheider zu geben.

Der investigative Dokumentarfilm ist ein Finanz- und Polit-Thriller rund um die Story des Whistleblowers Hervé Falciani. Der IT-Spezialist und ehemalige HSBC-Mitarbeiter ist für den größten Bankdatendiebstahl aller Zeiten verantwortlich. Im Jahr 2008 spielte Falciani den französischen Behörden Daten von über 100.000 privaten Nummernkonten aus mehr als 200 Ländern zu – Konten, auf denen über 75 Milliarden Euro verbucht waren. Aufgrund dieser hochsensiblen Informationen konnten Steuerhinterziehungen in Milliardenhöhe aufgedeckt werden.

Die HSBC ist die zweitgrößte Bank der Welt. Die Unterlagen des Swiss-Leaks-Skandals, die im Februar 2015 veröffentlicht wurden, belegen, wie Bankberater den HSBC-Kunden halfen, ihr Vermögen zu verschleiern. Unter den Kunden waren auch Angehörige von Königshäusern aus dem Nahen Osten, Syriens Machthaber Baschar al-Assad, Chinas ehemaliger Premier Li Peng, Stars wie David Bowie, Sportler wie Fernando Alonso und der Präsident der Santander Bank, Emilio Botín. Außerdem tauchten Verbindungen zu mutmaßlichen Blutdiamantenhändlern und Waffenschiebern auf.