TV-Tipp: scobel – Unsere neue Arbeitswelt

01.10.2015/EG aus dem Gemeinschaftssender ‚3sat‘, Mainz

Der Gemeinschaftssender ‚3sat‘ sendet heute Abend, ab 21 Uhr (60 Minuten), eine Dokumentation über die unterschiedlichen Interessen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Das visionäre Zauberwort lautet zurzeit ‚Industrie 4.0‘. Ziel dieses Projekts der deutschen Regierung und der Industrie ist die Vernetzung von digitalen Produktionsprozessen in ‚intelligenten‘ Fabriken. Dabei soll nicht nur die Automatisierung in Produktionsstätten voranschreiten, sondern es sollen auch flexiblere Produktionsweisen entstehen.

Mit dem Anstieg von Minijobs und Zeitverträgen sowie wachsender globaler Konkurrenz wuchsen bei den Arbeitnehmern auch Ängste und Sorgen. Nichts Geringeres als die Existenz steht auf dem Spiel. Arbeitsplätze finden und erhalten ist daher ein zentrales Anliegen jeder Gesellschaft und nicht nur das Ziel von Arbeitslosen und prekär Beschäftigten.

Ist die Arbeitswelt vertraglich abgesichert, wünschen sich Arbeitnehmer schnell mehr Freiräume, flache Hierarchien und größere Eigenverantwortung. Doch wie lassen sich diese Wünsche mit Blick auf Betriebsklima und Arbeitszufriedenheit, aber auch hinsichtlich Rentabilität, Gewinn und Kostenreduktion verwirklichen? Stellen Wünsche und Realität nicht Widersprüche dar? Hinzu kommt die Frage, wie sich unterschiedliche Interessen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in einer zukünftigen Arbeitswelt regeln lassen. Welche Organisationsmöglichkeiten bieten die neuen Technologien – und welche neuen Gefahrenen rufen sie hervor?

Gastgeber Gerd Scobel im Gespräch mit seinen Gästen (Arbeitssoziologin Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Christian Scholz, Arbeitspsychologe Prof. Dr. Dieter Zapf) über soziale und ökonomische Umbrüche im Berufsleben.