Umweltschädliche Subventionen liegen bei über 52 Milliarden Euro

Dessau, 19.12.2014/EG aus dem Umweltbundesamt (UBA), Dessau

UBA kritisiert umweltpolitischen Kurs der Bundesregierung

Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland auf über 52 Milliarden Euro im Jahr 2010. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sagte: „Es ist keine nachhaltige Politik, wenn umweltschädliche Produktions- und Konsumweisen erst mit Milliarden subventioniert werden und dann weitere Milliarden aus dem Haushalt bereitgestellt werden müssen, um Schäden an Umwelt und Gesundheit wieder halbwegs zu kompensieren. Unser Rat kann nur sein, umweltschädliche Subventionen systematisch abzubauen.“ Dies würde nicht nur Umwelt und Gesundheit entlasten, sondern auch neue Finanzierungsspielräume schaffen – etwa für den Klimaschutz, die Bildung, die Sanierung von Straßen oder den Ausbau des öffentlichen Bus- und Schienenverkehrs.

Beispiele aus der Studie für umweltschädliche Subventionen:

Strom- und Energiesteuer-Ermäßigungen für das Produzierende Gewerbe und die Land- und Forstwirtschaft 2,5 Milliarden Euro;
Spitzenausgleich bei der Ökosteuer für das Produzierende Gewerbe 1,9 Mrd. Euro;
Steinkohlesubventionen 1,9 Mrd. Euro;
Kostenfreie Zuteilung der CO2-Emissionsberechtigungen 6,1 Mrd. Euro;
Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom 3,5 Mrd. Euro;
Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff 7 Mrd. Euro;
Entfernungspauschale 5 Mrd. Euro;
Energiesteuerbefreiung des Kerosins 6,9 Mrd. Euro;
Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge 3,5 Mrd. Euro;
Eigenheimzulage 4,8 Mrd. Euro.

Die ganze Pressemeldung und die Studie lesen Sie hier.