Vermögensbildung 1995 bis 2014

29.05.2015/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) AG, Frankfurt am Main

‚Billionaires‘-Studie von UBS und Pw:  Daten von 1.300 Milliardären aus den 14 größten Märkten analysiert

Die Mehrheit der heutigen Selfmade-Milliardäre hat ihr Vermögen in den letzten zwei Jahrzehnten aufgebaut, weltweit insgesamt über 3,6 Billionen Dollar. In Europa stammt rund die Hälfte der Milliardäre aus der Konsumgüterbranche. Künftig wird Asien das neue Zentrum für Milliardäre sein.

Das Unternehmertum ist ein Haupttreiber für die globale Vermögensbildung. In den vergangenen 19 Jahren (1995–2014) haben alleine 917 Selfmade-Milliardäre weltweit über 3,6 Billionen Dollar generiert. Nur das ‚vergoldete Zeitalter‘ zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA ist damit vergleichbar. Damals sorgten industrielle Innovationen in den USA für den Aufschwung. Die Studie „Billionaires: Master architects of great wealth and lasting legacies” von UBS und PwC zeigt, wie Vermögensbildung, -verwaltung und -nachlass von Milliardären in den USA, Europa und Asien heute aussehen. Dazu wurden die Daten von 1.300 Milliardären aus den 14 größten Märkten analysiert. Sie decken 75 Prozent des weltweiten Vermögens von Milliardären ab.

23 Prozent der heutigen Selfmade-Milliardäre haben laut Studie ihr Unternehmen bereits in ihren Zwanzigern gestartet, zwei Drittel vor ihrem 40. Lebensjahr. Nur wenige von ihnen erreichen jedoch den Milliardärsstatus vor 40. Entgegen der gängigen Vorstellung besitzen 82 Prozent mindestens einen Hochschulabschluss. Sie weisen typischerweise eine hohe, aber clevere Risikobereitschaft, einen starken Fokus auf das Geschäft und eine ausgeprägte Arbeitsethik auf. Mit 30 Prozent ist der Finanzsektor Hauptproduzent US-amerikanischer Milliardäre. Das Durchschnittsvermögen innerhalb des Sektors beträgt rund 4,5 Milliarden Dollar. Im Gegensatz dazu haben sich europäische (49,5 %) und asiatische (20 %) Milliardäre mehrheitlich in der Konsumgüterbranche etabliert. Mit durchschnittlich 5,7 Milliarden Dollar sind die Europäer in dieser Erfolgsbranche deutlich vermögender als asiatische Unternehmer (3,2 Milliarden Dollar). Asiens Milliardäre sind mit 57 Jahren im Schnitt jedoch zehn Jahre jünger als die Milliardäre in den USA und Europa. Rund ein Viertel ist in Armut aufgewachsen, in den USA sind es 8 Prozent, in Europa nur 6 Prozent. UBS und PwC erwarten deshalb eine künftige Verschiebung der globalen Vermögensbildung nach Asien.