Volkswagen AG baut um

18.11.2016/EG aus der Volkswagen AG, Wolfsburg

Automobilkonzern baut bis 2025 bis zu 23.000 Arbeitsplätze ab / Betriebsrat spricht von abgewehrten ‘Grausamkeiten‘ und informiert Mitarbeiter ungenau

Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Volkswagen haben in Wolfsburg einen sogenannten Zukunftspakt unterzeichnet. Demnach soll das Programm für die deutschen Standorte mit rund 120.000 Mitarbeitern die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Volkswagen deutlich verbessern und das Unternehmen zukunftsfest machen.

Konkret soll der Zukunftspakt die Produktivität in den deutschen Werken um rund 25 Prozent erhöhen und die operative Umsatzrendite auf vier Prozent bis 2020 steigern. Die gesamten Ergebnisverbesserungen sollen 3,7 Milliarden Euro betragen.

In den Zukunftsfeldern E-Mobilität und Digitalisierung sollen an verschiedenen Standorten neue Kompetenzen aufgebaut und rund 9.000 zusätzliche, zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen werden. Volkswagen wird diese Stellen überwiegend mit bereits vorhandenen Mitarbeitern besetzen und auch Spezialisten von außen einstellen. Der Betriebsrat dazu in der Zeitung des Volkswagen Betriebsrates ‘MITBESTIMMEN!‘: „Bis 2020 werden in Summe bis zu 14.000 Arbeitsplätze wegfallen. Auf der einen Seite werden bis zu 23.000 Stellen sozialverträglich und entlang der demografischen Kurve abgebaut. Gleichzeitig entstehen auf Initiative des Betriebsrates 9.000 neue Stellen.“

Über die nächsten Jahre baut Volkswagen in Deutschland gleichzeitig entlang der demographischen Kurve bis zu 23.000 Arbeitsplätze über Fluktuation und Altersteilzeit ab. Dies soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, so der Konzern in seiner heutigen Mitteilung.

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