Wer verdient am wachsenden Milch-Export nach China?

18.05.2015/EG aus dem Öko-Test Verlag GmbH, Frankfurt am Main

Hohe Margenverteilung unter Handel und Molkereien offenbaren hohe Defizite bei der Interessenvertretung der Milchbauern

Als in Deutschland der Liter H-Milch für gut 5 RMB (Renminbi / 1 RMB = 0,14 Euro) zu haben war, kostete er in China 18,50 (2,59 Euro). Die deutschen Bauern verdienen daran nicht. Sie bekommen etwa 2,80 RMB (0,39 Euro) für die Rohmilch.

Auch die Herstellungs- und sonstigen Kosten sind in etwa gleich hoch. Darüber, wer den Rest des Mehrpreises erhält, den die Verbraucher in China zahlen müssen, schweigen die Beteiligten.

Vonseiten des deutschen Milchindustrie-Verbandes heißt es jedoch, dass die Molkereien die Milch zu „nicht viel höheren“ Preisen an die Importeure abgeben, als der Verbraucher im deutschen Supermarkt zahlt. Die Molkereien verdienen mithin prächtig am Export. Weiterlesen

Zum Thema ein Bericht in ‚www.agrarheute.com‘ vom 06.05.2015:

Die Erzeugerpreise für Milch in der europäischen Union gehen weit auseinander. Während Landwirte in Italien fast 42 Cent bekommen, müssen deutsche Landwirte mit rund 28 Cent je Kilogramm auskommen. Weiterlesen↗

Zum Thema die aktuellen Auszahlungspreise für Milch aus dem Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. Weiterlesen↗