Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Widerspruch zur Ökonomisierung der Bildung

07.03.2015/EG aus dem Bayerischen Philologenverband (bpv), München

Nur am wirtschaftlichen Nutzen orientierte Bildung ist keine Aufgabe der Schule

Vergangenen Donnerstag (03.) wurde der Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellt. Die darin geforderte Bildungsorientierung am wirtschaftlichen Nutzen (… auch das Interesse an Karrieren in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Feld, sich zwischen Jungen und Mädchen fundamental unterscheidet. … ist problematisch, weil es gerade die MINT*-Berufe sind, die zu den bestbezahlten Karrieren führen) widerspricht der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt sehr deutlich:

„Die Aufforderung an eine geschlechtersensible Erziehung seitens der OECD ist zwar richtig, aber die Begründung stößt mir sauer auf: Ich sehe es nicht als erste Aufgabe unserer Schulen an, einseitig Menschen für den Wirtschaftskreislauf zu „produzieren“, die ein möglichst hohes Gehalt erzielen sollen; der umfassendere Anspruch unserer Gymnasien besteht vielmehr darin, junge Menschen auf vielfältige Weise darin zu unterstützen, ein persönlich erfüllendes Leben in der und für die Gesellschaft führen zu können.“

*Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik