ZEW fordert Transparenz des EU-Haushalts

02.06.2015/EG aus dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim

ZEW-Vorschlag zur Reform der EU-Finanzierung – Zwei Mehrwertsteuer-Punkte für Brüssel und mehr Macht für das Parlament

Immer noch gibt die EU beispielsweise 40 Prozent ihres Haushalts für die Landwirtschaft aus, obwohl dieser Sektor nur noch von geringer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Außerdem fließt mehr als ein Drittel des Budgets in die Regionalpolitik, oft in Projekte in wohlhabenden Ländern, die keine Hilfen brauchen. Im Vordergrund stehen somit Politikfelder, die nationalen und lokalen Politikern am Herzen liegen. Das widerspricht nach Ansicht des ZEW einer rationalen Aufgabenteilung zwischen Mitgliedstaaten und EU. Aus dem EU-Haushalt sollten nicht lokale Vorhaben, sondern wirklich europäische Politiken finanziert werden – wie zum Beispiel Außenpolitik, Verteidigung oder Entwicklungshilfe. Weiterlesen↗zew.de