Zustände in der Legehennenhaltung

21.05.2015/EG aus der Verbraucherorganisation ‚foodwatch e.V.‘, Berlin

foodwatch-Report: Eklatante Missstände in der Legehennenhaltung – Branche mit undurchsichtigen Besitzverhältnissen

Ob Käfig-, Bodenhaltungs-, Freiland- oder sogar Bio-Ei: Keine Haltungsform garantiert die tiergerechte Haltung von Legehennen. Hohe Krankheits- und Sterberaten, Verhaltensstörungen wie Federpicken oder Kannibalismus und das millionenfache Töten männlicher Küken sind in allen Haltungsformen an der Tagesordnung. Verbraucher haben keine Möglichkeit, sich beim Einkauf für ein garantiert tiergerecht erzeugtes Ei zu entscheiden. Das ist das Fazit des Reports „Ich wollt‘, ich wär‘ kein Huhn“, den foodwatch heute vorgestellt hat.

Bei frischen Eiern können Verbraucher anhand der Kennzeichnung zwischen Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung entscheiden. Das allein reicht jedoch bei weitem nicht aus, um Tiergerechtigkeit durchzusetzen. Studien zeigen: Die Gesundheit der Hennen hängt nicht nur von der Haltungsform ab, sondern mindestens ebenso stark vom Betriebsmanagement. Wie gesund die Legehennen sind, wird aber derzeit weder systematisch überprüft noch gibt es Vorgaben für die Halter. Ob die Hennen unter haltungsbedingten Krankheiten oder Verhaltensstörungen leiden müssen, wissen die Verbraucher beim Einkauf nicht.

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 12,59 Milliarden Eier produziert, damit steht die Bundesrepublik weltweit an 14. Stelle der führenden Erzeugerländer von Eiern. 2,5 Milliarden Eier gingen in den Export, während gleichzeitig 7,6 Milliarden Eier – vor allem aus den Niederlanden und Polen – importiert wurden. Der Selbstversorgungsgrad lag damit bei 71,0 %. Weiterlesen↗foodwatch.org

Zum Thema Salmonellenspur zur ‚Bayern-Ei GmbH & Co. KG‘ in Aiterkofen lesen Sie die Berichte des Bayerischen Rundfunksbr.de