08.06.2015/EG aus dem Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel

190 Millionen Arbeitskräfte in der Dritten Welt arbeiten für die G7-Staaten

Nach Schätzungen des IfW arbeiten in der sogenannten Dritten Welt (vor allem Afrika; Asien ohne Japan, China und Taiwan; Süd- und Mittelamerika ohne Brasilien und Mexico) 190 Millionen Arbeitskräfte unmittelbar oder mittelbar für die Verbraucher in den G7 Staaten. Die G7 Staaten seien demnach für immerhin knapp die Hälfte aller Güterexporte der Dritten Welt verantwortlich, rund 1,4 Billionen US-$. Sollte es der G7 gelingen, hier bessere Standards bei der Herstellung zumindest derjenigen Güter, die sie direkt oder indirekt über internationale Lieferketten aus der Dritten Welt bezieht, zu verbessern, wäre dies ein Schritt mit Signalwirkung, so Prof. Holger Görg, Forschungsleiter für den Bereich Internationale Arbeitsteilung am Institut für Weltwirtschaft (IfW). Auch wenn sie damit den Großteil der Arbeitskräfte in der Dritten Welt zunächst nicht erreiche, weil diese für die einheimischen Verbraucher oder für Verbraucher aus anderen Entwicklungsländern arbeiten, wäre dies gleichwohl ein zumindest erster Schritt in Richtung auf eine Verbesserung der Standards auf breiter Front. Weiterlesenifw-kiel.de

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