Kultur-, Jugend- und Sportausschusses des Bezirkstages von Niederbayern bewilligt Zuschüsse in Höhe von rund 800.000 Euro

30.07.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

In seiner 8. Sitzung am Donnerstag, 29. Juli 2021, im Jugendstilsaal des Bezirksklinikums Mainkofen in Deggendorf befürwortete der Kultur-, Jugend- und Sportausschusses des XVI. Bezirkstages von Niederbayern Zuschüsse in Höhe von rund 800.000 Euro.

Die Förderpositionen lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.

Die Tagesordnung vom 29.07.2021 lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


Zu vielen Kindern und Jugendlichen geht es nicht gut

20.05.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Steigender Bedarf an Angeboten der Kinder- und Jugendpsychiatrie trifft auf beschränkte Kapazitäten in der Psychiatrie

„Bundesweit steigen die psychiatrischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Kinder- und Jugendmediziner fordern deshalb eine schnelle Schul- und Kitaöffnung. Auch in Niederbayern sind Zahlen der psychiatrischen Erkrankungen alarmierend. So meldet die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Bezirkskrankenhauses Landshut für die Monate Januar bis April 2021 insgesamt 184 stationäre Fälle. 122 Fälle wurden mit den Krankenkassen vereinbart, was einer Steigerung von rund 50 % entspricht. Dies konnte nur geleistet werden, indem man die durchschnittliche Verweildauer von knapp 40 Tagen auf unter 26 Tage verringert hat und damit frei werdenden Ressourcen für die Behandlung von mehr Patientinnen und Patienten schaffen konnte. Auch der Krisendient Niederbayern (kostenlos erreichbar unter 0800/6553000) stellt vermehrt Anrufe von jüngeren Menschen fest, die sich aufgrund seelischer und psychischer Krisen an den Beratungsdienst des Bezirks wenden.
Die Chefärztin der Landshuter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. Tanja Hochegger blickt dieser Entwicklung jedoch besorgt entgegen:
„Auch in Niederbayern spiegeln sich die bundesweiten Erfahrungen mit einer hohen Belastung der Kinder und Jugendlichen. Wir sehen viele junge Patienten, die eine derart schwere Symptomatik aufweisen, dass die stationäre Aufnahme teils unvermeidlich ist. Dabei zeigt sich auch eine andere Verteilung in den Krankheiten – vor allem Essstörungen, Psychosen aber auch Störungen durch vermehrten Medienkonsum nehmen deutlich zu. Wie schwerwiegend die Auswirkungen sind, werden wir aber erst im Herbst sehen, wenn die Schulen hoffentlich dauerhaft geöffnet bleiben und die Kinder und Jugendlichen wieder in eine geordnete Tagesstruktur mit Leistungsanforderung zurückkehren. Dann erwarten wir nochmals deutlich mehr Vorstellungen.“
Das Bezirkskrankenhaus Landshut und die Außenstellen für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Passau, Waldkirchen, Deggendorf und Zwiesel sind Teil der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Niederbayern und bieten eine wohnortnahe Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in der Region. „Die Dezentralisierung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den besonders unterversorgten Bereichen im Bayerischen Wald war und bleibt richtig. Die Psychiatrische Institutsambulanz in Zwiesel behandelt zahlreiche Patienten und schließt seit 01.11.2019 eine Versorgungslücke. Das Gleiche erwarte ich auch im Gesundheitszentrum Waldkirchen“, unterstreicht Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.“


Gefahrstoffe auf Baustellen

26.03.2021/EG
Quelle: Regierung von Niederbayern, Landshut

Neues Kompetenzzentrum Wissen „Gefahrstoffe auf Baustellen“ an der Regierung von Niederbayern

„Das neu gegründete Kompetenzzentrum Wissen „Gefahrstoffe auf Baustellen“ am Gewerbeaufsichtsamt an der Regierung von Niederbayern nimmt zum ersten April seine Arbeit auf. Es bündelt auf der fachlichen Ebene das komplexe Wissen über Gefahrstoffvorschriften auf Baustellen und dient als zentrales Bindeglied zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und den im Vollzug tätigen Gewerbeaufsichtsämtern in Bayern. Ziel ist es, eine bayernweit einheitliche und transparente Auslegung zum vorschriftsmäßigen Umgang mit Gefahrstoffen im Baubereich sicherzustellen. Ansprechpartner für die am Bau Beteiligten und die betroffenen Bürgerinnen und Bürgern bleibt weiterhin das örtlich zuständige Gewerbeaufsichtsamt im jeweiligen Regierungsbezirk.
In Bayern werden jedes Jahr unzählige Gebäude, Infrastrukturanlagen oder Kanalleitungen abgebrochen oder umfangreich saniert. Bei diesen Tätigkeiten wird nahezu immer mit Gefahrstoffen, wie zum Beispiel mit krebserzeugendem Asbest, umgegangen. Aber auch sogenannte „versteckte Gefahrstoffe“ im Baubestand wie asbesthaltige Putzsysteme, Spachtelmassen, Fliesenkleber oder bleihaltige Beschichtungen in Farben lassen den Vollzug der Gefahrstoffvorschriften auf Baustellen immer komplexer werden.


„KULTURmobil“ tourt wieder durch Niederbayern

10.03.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Laut Tourneeplan 2021 rollt das Theater des Bezirks Niederbayern zur Premiere am 12 Juni nach Kumhausen / Die Dernière ist am 05. September 2021 in Vilshofen geplant

Um 17 Uhr bringt die Schauspielerin Christine Reitmeier die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry auf die Bühne, eines der bekanntesten Bücher für Kinder, die es gibt: zum Lachen und Nachdenken. Worum geht es? Der kleine Prinz ist auf einem klitzekleinen Asteroiden zu Hause. Er besucht uns auf die Erde und unternimmt eine Reise durch die wunderliche Welt der Erwachsenen. Dabei kommt er allmählich darauf, was wirklich im Leben wichtig ist.

Um 20 Uhr wird „Der Geizige“, eine Komödie von Molière, aufgeführt. Ein Stück, in dem ein engstirniger Vater so von Gier, Geiz und Geld besessen ist, dass er dafür sogar das Glück seiner Kinder aufs Spiel setzen würde. Seine Kinder aber versuchen ihn zu überlisten…

Den Tourneeplan lesen Sie hier kulturmobil.de.


„Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ nimmt Arbeit auf

02.03.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirk Niederbayern startet den „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ mit der Inbetriebnahme der Leitstelle in Landshut

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich gab am 01. März 2021 den Start des „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ bekannt. Dabei handelt es sich um die bayernweit einheitliche, für den Anrufer kostenlose Telefonnummer 0800 655 3000 für Menschen in akuten psychiatrischen bzw. seelischen Krisen. Hilfesuchende, die aus dem niederbayerischen Bezirksgebiet anrufen, kommen automatisch in der Landshuter Leitstelle an. Entgegengenommen werden die Anrufe durch ein multiprofessionelles Team, das sich aus Psychologen, Sozialpädagogen und psychiatrischen Pflegefachkräften zusammensetzt.

Auch Angehörige und Bezugspersonen von Betroffenen können sich im akuten Fall an den Krisendienst wenden. Je nach individuellem Bedarf vermittelt das Krisendienst-Team eine weitergehende Betreuung bzw. Behandlung, beispielsweise bei Sozialpsychiatrischen Diensten oder in einer Psychiatrischen Institutsambulanz in Landshut, Mainkofen, Passau bzw. an die Außenstellen in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen und Rottal-Inn.

Weiterführende Informationen lesen Sie hier krisendienste.bayern


Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Landshut unter neuer Leitung

12.05.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Aus der heutigen Sitzung des Bezirkstages von Niederbayern: Dr. Tanja Hochegger übernimmt am 01. Juli 2020 die chefärztliche Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Bezirkskrankenhaus Landshut / Hoher Personalbedarf bleibt ungedeckt

Tanja Hochegger: „Die Kinder- und Jugendpsychiatrie steht auch mit Blick auf einen Generationenwechsel und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vor großen Herausforderungen. Darüber hinaus sind die Krankheitsbilder häufig sehr komplex. Störungen tauchen teils früher auf und sind zum Teil schwerwiegender als früher.“ Mit den Veränderungen hin zu einer modernen Kinder- und Jugendpsychiatrie habe man ausschließlich das Wohl der jungen Patientinnen und Patienten im Blick. Sie seien keine einmalige Entscheidung, sondern bedeuteten formal einen Prozess, der sich über Monate, vermutlich aber bis zu zwei Jahre erstrecken werde.
Bei der Bezirkstagsitzung erläuterte der Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses, Prof. Dr. Hermann Spießl, die aktuelle Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Man habe im vergangenen halben Jahr die Empfehlungen von Professor Brunner umfassend geprüft, diskutiert und wesentliche Teile umgesetzt. So wurden Standards überarbeitet, Checklisten und Formulare erneuert, Stationsregeln angepasst, Supervisionen begonnen, das Beschwerdemanagement erweitert und die Aufnahme von Notfällen modifiziert, um alle dringlichen Fälle umgehend aufnehmen zu können. Bereits vor der Beratung wurde der sogenannte „Stufenplan“ abgeschafft, die Behandlung entlang der aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften individualisiert und die Betreuung (z. B. in 1:1) durch einen höheren – als von den Krankenkassen finanzierten – Personaleinsatz intensiviert. Dadurch konnte die Zahl der Fixierungen um etwa 75 Prozent reduziert werden, obwohl die Kinder und Jugendlichen immer kränker und mit einer zunehmend akuteren Selbst- und Fremdgefährdung in die Klinik kommen und die Belegung anhaltend sehr hoch ist. Spießl: „Als Außenstehender kann man sich nur annährend vorstellen, welche hohe Belastung dies für unser Pflegepersonal und unsere Therapeuten bedeutet – und welche Anspannung zeitweise auf der geschützten Station herrscht.“ Aufgrund der hohen Belegung wurde auch eine Bettenerhöhung von 44 auf 50 Betten als Vorwegnahme der für Passau genehmigten Betten beantragt. Problematisch bleibt der hohe und ungedeckte Personalbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der nur teilweise durch organisatorische Veränderungen behoben werden kann.
Die Landshuter Klinik umfasst vier Stationen mit 44 Betten, eine Tagesklinik mit 14 Plätzen, eine Institutsambulanz sowie die Schule für Kranke und das ISPR (Institut für schulische und psychosoziale Rehabilitation). Die Außenstellen in Deggendorf und Passau bieten jeweils eine Tagesklinik, eine Institutsambulanz und eine Schule für Kranke. In Zwiesel wird eine Institutsambulanz geführt. Das Pflichtversorgungsgebiet umfasst den gesamten Bezirk Niederbayern.


Kinder- und Jugendpsychatrie: Behandlungsbedarf steigt!

28.05.2019/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Auszug aus dem 15. Süddeutscher Fachtag für den Pflege- und Erziehungsdienst der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dr. jur. Thomas Pröckl, Bezirkstagsvizepräsident: „Besorgniserregend ist ganz besonders die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Hier steigen die Fallzahlen und die Aufnahmen zur Krisenintervention stetig an.“ Darum werde auch in den nächsten Jahren weiter investiert, insbesondere in dezentrale Angebote wie die neue psychiatrische Institutsambulanz in Zwiesel, die 2020 eröffnet werden soll. Die Teilnehmer des Fachtags ermutigte er, trotz gesamtgesellschaftlicher Diskussionen über Ursachen steigender Fallzahlen und Finanzierbarkeit den Blick für das einzelne notleidende Kind nicht zu verlieren. Denn im Akutfall seien solche Diskussionen zweitrangig: „In dem konkreten Moment, in dem ein Kind Hilfe benötigt, geht es nicht um gesamtgesellschaftliche Analysen, sondern um eine möglichst praxisnahe Unterstützung, damit wir diese Kinder und Jugendlichen nicht ‚verlieren‘.“