17.02.2016/EG aus dem ‚Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration‘ (SVR), Berlin

Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge könnte negative Integrationseffekte erzeugen

„Eine Wohnsitzauflage sollte mit Augenmaß ausgestaltet werden und sie muss mit einer klaren Perspektive auf Integration verbunden sein“, betonte die SVR-Vorsitzende Prof. Dr. Christine Langenfeld. „Mittelfristig ist bei sinkenden Zuzugszahlen klar die Rückkehr zu einer freien Wohnortwahl für anerkannte Flüchtlinge geboten. Dabei sollte die Frage des Zuzugs oder Verbleibs in Kommunen in erster Linie durch attraktive Lebensbedingungen dort und nicht durch Einschränkungen der Bewegungsfreiheit gesteuert werden“, sagte die SVR-Vorsitzende. Hierzu könnte dann auch eine Weiterentwicklung des Königsteiner Schlüssels beitragen, sofern dieser um Kriterien der Aufnahmefähigkeit von Kommunen (Wohnraum, Arbeitsmarkt, Ausbildungssystem) ergänzt wird. Weiterlesensvr-migration.de

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