Einkommen: 2017 lebten 5.702 Einkommensmillionäre in Bayern

20.07.2021/EG
Quelle: Bayerische Landesamt für Statistik, München

Gesamtbetrag der Einkünfte der Einkommensmillionäre stieg von 2016 auf 2017 um 5,1 Prozent

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik aus dem Jahr 2017 mitteilt, lebten im Beobachtungsjahr 5.702 Einkommensmillionäre in Bayern. Das waren 427 Einkommensmillionäre mehr als im Jahr 2016. statistik.bayern.de

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Das ZEW – Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung Mannheim hat die Reformvorschläge der Parteien (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU/CSU, DIE LINKE, FDP, SPD) zur Bundestagswahl 2021 durchgerechnet. Die Veränderung des verfügbaren Jahreseinkommen der Haushalte nach Bruttoeinkommensklassen lesen Sie hier zew.de (Seite 4)
Auf Seite 2 der Kurzexpertise lesen Sie, dass die ZEW-Forscher die AfD nicht berücksichtigen konnten, „weil sie derzeit keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung hat“ und kein Steuerkonzept vorgelegt hat. Die AfD priorisiert laut Wahlprogramm die Abschaffung sogenannter Substanzsteuern (Erbschafts-, Grund-, Schenkungssteuer) und die Einführung einer Digitalsteuer auf den Umsatz der Digital-Konzerne.

Geldvermögen privater Haushalte steigt auf 7,1 Billionen Euro

16.07.2021/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt im ersten Quartal 2021 auf 7.143 Milliarden Euro, eine Vermehrung in Höhe 11,9 Prozent gegenüber I/2020

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im ersten Quartal 2021, auf 7,1 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 761,5 Milliarden Euro bzw. 11,9 Prozent. bundesbank.de

¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

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Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2019 (!) fast 9 Billionen Euro
Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2019, mit 8.977 Milliarden Euro (+ 3,7 % ggü. 2018) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
„Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

Stellungnahme von Joachim Rock, Leiter der Abteilung Arbeit, Soziales und Europa im Paritätischen Gesamtverband, zum Entwurf des 6. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung, in Auszügen:
„Zu den zentralen Befunden des Berichtsentwurfes zählen die ungleiche Einkommens- und Vermögensentwicklung: “Die obere Hälfte der Verteilung verfügte über 70 Prozent aller Einkommen, die untere Hälfte über 30 Prozent” (S. 44, alle Seitenzahlen beziehen sich auf die Nummerierung des Berichtsentwurfes). Die Vermögen sind sogar noch ungleicher verteilt: “Haushalte in der oberen Hälfte der Verteilung besaßen etwa 97,5 Prozent, Personen etwa 99,5 Prozent des Gesamtvermögens” (S. 45). […]. Die Verfestigung von Armut ist auch darauf zurückzuführen, dass aus Armut vergleichsweise wenige Wege hinausführen, ebenso wie aus Reichtum, […]. Der Armuts- und Reichtumsbericht dokumentiert auch die Folgen der Agenda-Politik…“ der-paritaetische.de

Bundestag: ‘Nebeneinkünfte‘ der Mandatsträger

11.07.2021/EG
Quelle: Otto Brenner Stiftung (OBS), Frankfurt am Main

Arbeitspapier der OBS über die „Aufstocker im Bundestag IV“ / „Sinn der (Abgeordneten-)Diäten ist es, die Abgeordneten von anderen Einkommensquellen unabhängig zu machen“

„Nebeneinkünfte, so ein zentraler Befund der OBS-Untersuchung über „Aufstocker“ im Bundestag, sind das Problem einer privilegierten Minderheit von (männlichen) Abgeordneten, die überproportional aus der Unionsfraktion kommen. 261 Bundestagsabgeordnete der zu Ende gehenden 19. Wahlperiode gaben an, „entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat“ ausgeübt zu haben. Die geschätzten ca. 53 Millionen Euro Nebeneinkünfte der 19. Wahlperiode wurden zu fast 60 Prozent von Mitgliedern der Union generiert. In der FDP-Fraktion, ein Novum in der Geschichte der Untersuchungsreihe, gibt es kein Mitglied ohne veröffentlichungspflichtige Angaben.“
Auszug Seite 31: „Die Zahl der aus Nebentätigkeiten angegebenen Nebeneinnahmen hat sich gegenüber den vorangegangenen Wahlperioden mehr als verdoppelt und die mittleren Gesamteinkünfte sind insgesamt um 40 Prozent auf fast 53 Millionen Euro gestiegen. Unabhängig von der Gesamtsumme der Nebeneinnahmen, ist die stark gestiegene Zahl der gemeldeten Einnahmen viel kritischer zu betrachten. Es kann angenommen werden, dass mit jeder Meldung einer Nebentätigkeit auch eine Gegenleistung erbracht wurde – also Zeit auf Kosten des Mandats in Anspruch genommen wurde.“

Die Bilanz der Nebeneinkünfte lesen Sie hier otto-brenner-stiftung.de.

Corona-Pandemie: Maßnahmen provozieren auch Probleme

07.07.2021/EG
Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

„Abhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie könnten weitere Ausgleichsmaßnahmen nötig werden, um die finanzielle Situation einkommensschwächerer Familien zu verbessern.“

Ifo-Forscher haben festgestellt, „dass während des zweiten Corona bedingten Lockdowns ein nicht unerheblicher Teil der einkommensschwächeren Familien von finanziellen Schwierigkeiten berichtet. Für ein Drittel ist das Geld zum Ende des Monats häufiger knapp als vor der Pandemie. Zu den häufigsten finanziellen Konsequenzen, die sich aus Geldnot ergaben, gehören Mahnungen wegen verpasster Zahlungen, die Inanspruchnahme von Überziehungskrediten und das Leihen von Geld von Freunden oder Verwandten. Etwa die Hälfte der befragten Eltern änderte ihren Konsum in der Coronakrise und leistet sich weniger als zuvor…“
Die Forschungsergebnisse lesen Sie hier ifo.de.

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David Brady, Sozialwissenschaftler an der University of California, Riverside, untersuchte die Wirkung sozialpolitischer Maßnahmen:
„Für die Ausgestaltung sozialpolitischer Maßnahmen gibt es zwei große Denkschulen: das Targeting, das knappe öffentliche Mittel an diejenigen richtet, die sie am meisten brauchen, und den Universalismus, ein großzügiges Sozialsystem, das im Prinzip alle Menschen berücksichtigt, unabhängig von ihrem Einkommen. Entgegen der landläufigen Meinung ist das Targeting weniger wirkungsvoll bei der Armutsbekämpfung, da es viel Geld für die Kontrolle der Mittelverwendung aufwenden muss. Ein Plädoyer für eine universelle Sozialpolitik.“ wzb.eu

Den DGB Verteilungsbericht 2021: Ungleichheit in Zeiten von Corona lesen Sie hier dgb.de.

Video-Tipp: Wem gehört die Welt?

16.06.2021/EG
Quelle: 3sat, Mainz

Dokumentation über die Geschichte des Eigentums

Besitz und Reichtum gehen einher mit Ungleichheit und Gewalt, denn mit dem ersten Zaun gab es den ersten Streit. Zugleich ist Eigentum die Basis früher Zivilisationen und Imperien – wie dem Römischen Reich. Viele der Errungenschaften von damals gelten bis heute.

Teil 1 „Vom Acker zum Imperium“ sehen Sie hier 3sat.de.
Teil 2 „Von Fürsten und Kaufleuten“ sehen Sie hier 3sat.de.
Teil 3 „Von der Macht des Marktes“ sehen Sie hier 3sat.de.