29.07.2015/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Bundesregierung: Computertomographien (pro Einwohner und Jahr) haben zwischen 1996 und 2012 um 130 Prozent zugenommen

Gemäß Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG) ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit seit 1986 verpflichtet, Bundestag und Bundesrat einmal im Jahr einen Bericht über die Entwicklung der Radioaktivität in der Umwelt vorzulegen.

Wesentliche Ergebnisse im Berichtsjahr 2013:

Gesamtbewertung der ionisierenden Strahlung:
• Berechnete Gesamtexposition beträgt 4,0mSv (Millisievert) pro Person und Jahr (wie im Vorjahr)

Medizinische Strahlenexposition:
• Anzahl der Computertomographien pro Einwohner und Jahr zwischen 1996 und 2012 mehr als verdoppelt (Zunahme: 130%).
• Dadurch Anstieg der mittleren effektiven Dosis der Bevölkerung durch Röntgen von 1996 bis 2012 auf ca. 1,8mSv.

Berufliche Strahlenexposition:
• Mittlere Jahresdosis exponierter Personen von 0,53 mSv leicht über Vorjahresniveau (2012: 0,52mSv).

Strahlenexposition des Flugpersonals:
• Wie im Vorjahr betrug die mittlere Jahresdosis 1,9mSv.
• Höchste Jahresdosis des fliegenden Personals bei 6,2 mSv (2012: 6,4mSv).

Register hochradioaktiver Strahlenquellen:
• Zunahme auf 31.000 registrierte Quellen (2012: 27.200) von 657 Genehmigungsinhabern (2012: 646)

Schachtanlage Asse:
• Strahlenexposition der Bevölkerung im Bereich des Vorjahres 2012 (ermittelt nach der AVV zu § 47 StrlSchV vom 28.08.2012).

Kernkraftwerksunfälle:
• Tschernobyl: Jährliche Abnahme der Cäsium-137-Inventare von Boden und Nahrungsmitteln aus dem Unfall um zwei bis drei Prozent mit Ausnahme der Kontamination von Wild, die stellenweise immer noch sehr hoch ist.
• Fukushima: Im Berichtsjahr keine Radionuklidaktivitäten aus dem Unfall in Deutschland messbar.

Nichtionisierende Strahlung:
• 26. Bundesimmissionsschutzverordnung novelliert
• „Low-Ozone-Event“ mit kurzzeitigem Anstieg der UV-Strahlung im April 2013

Den kompletten Bericht lesen Sie hierbundestag.de.

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